Schüler der Möhneseeschule löschen Durst jetzt ohne Einwegverpackungen:

Klimagruppe weiht Wasserspender ein

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Ein Schlückchen in Ehren kommt ab sofort an der Möhneseeschule ziemlich verpackungsarm daher. Während der Einweihung gab es reichlich Andrang – und ein Lob von Bürgermeister Hans Dicke fürs Schüler-Engagement.

Körbecke – Große Stellwände mit reichlich Informationen zur Müllvermeidung und zum Klimaschutz – und an einer Wand ein brandneuer Wasserspender: Das Foyer der Möhneseeschule hat sich ganz schön verändert. „Schuld“ daran ist die Klimagruppe der Schule. Die hat jetzt den Wasserspender offiziell eingeweiht und über ihre Arbeit berichtet.

„Wir wollten ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir hier vor Ort bei uns etwas verändern können“, sagt Kalli Gickeleiter, Mitbegründer der Gruppe. Hinter ihm verkaufen Schüler Mehrwegflaschen, in die das Wasser aus dem Spender abgefüllt werden kann. 90 Stück sind an zwei Tagen schon weggegangen. „So können wir vermeiden, dass die Einwegflaschen aus Plastik genommen und gleich wieder weggeworfen werden“, meint Marius Säcker, ebenfalls Gruppen-Mitbegründer. Auch im Kiosk und im Café der Schule wolle man nun sehen, welche Verpackungen überflüssig seien. Auch in den Klassen soll sich etwas ändern: Ab sofort soll der Müll getrennt werden. Die Klimagruppe der Möhneseeschule bestand anfangs aus neun Schülern, alles Zehntklässler. Inzwischen ist sie auf gut 50 Mitglieder angewachsen, hat sich für alle Schüler der Klassen sechs bis zehn geöffnet. 

Till Rademacher aus der Sechsten ist auch dabei. Nach dem Vortrag des Meeresbiologen Udo Engelhardt an der Schule hat er sich entschlossen, „weil wir jetzt alle was tun müssen“. In der Schule über den Umwelt- und Klimaschutz informieren und sich dafür einsetzen, dass sich ganz konkret vor Ort etwas ändert – das ist das erklärte Ziel der Gruppe.

 Leicht ist das im Alltag nicht. Sophie Ehlert aus der Zehnten etwa hat geholfen, die Plakatwände im Foyer zu gestalten und aufzubauen. „Wir hätten uns schon gewünscht, dass da mehr Schüler draufgucken“, meint sie. Denn „aufrütteln“ sei in der Schule angesagt, „weil sich viele zu Hause damit nicht beschäftigen.“ Positiv überrascht über die Resonanz auf den Wasserspender zeigte sich Bürgermeister Hans Dicke, der zur Einweihung auf ein Gläschen hereinkam. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Schüler gleich mitmachen und die Mehrwegflaschen kaufen“, staunte er. Dann sprach er von einem „tollen Engagement“ der Schüler, ehe er einen Schluck Wasser probierte.

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