Bootsvermietung startet neu

Keine "Grill-Donuts" mehr am Möhnesee - das ist der Grund

+
Die Zeit der "Grill-Donuts" ist vorbei am Möhnesee.

Möhnesee – Am Möhnesee wird es künftig keine Rundboote, so genannte „Grill-Donuts“, mehr geben. Der Grund: Der Ruhrverband und das Betreiberehepaar Evi und Detlef Höcker haben in gegenseitigem Einvernehmen den Vertrag für die Bootsvermietung am Südufer der Möhnetalsperre zum Anfang des Monats Dezember aufgelöst.

Das bestätigt der Ruhrverband jetzt in einer aktuellen Mitteilung. „Beide Seiten haben sich darauf verständigt, die jahrzehntelange Zusammenarbeit nicht fortzusetzen“, heißt es darin. Sämtliche Boote und Steganlagen der Bootsvermietung Höcker wurden mittlerweile entfernt. Der Möhne-Pavillon auf der Sperrmauerkrone sei von der Auflösung der Bootsvermietung jedoch nicht betroffen; der Kiosk werde von Evi Höcker unverändert weitergeführt.

Inzwischen habe der Ruhrverband mit dem Inhaber der Segelschule Möhnesee, Sven Höcker, einen neuen Vertrag abgeschlossen. Der betrieb bisher unmittelbar neben der Bootsvermietung Höcker einen Segelschulsteg, den dortigen Gastronomiebetrieb „Bootshaus“ und im Körbecker „Seepark“ am Nordufer einen Tretbootverleih. 

Detlev Höcker (links) hört mit seiner Bootsvermietung am Südufer des Möhnesees auf, sein Sohn Sven (rechts) will das für einen Neustart nutzen.

In der Saison 2020 will Sven Höcker mit vielen Ideen für eine Neuauflage eines Wassersportzentrums am Südufer durchstarten. Die Segelschule und das „Bootshaus“ bleiben erhalten, ein Verleihbetrieb für Wasserfahrzeuge wird neu eröffnet und in das bestehende touristische Angebot integriert. 

Dass die Besucher demnächst auf die beliebten „BBQ-Donuts“ verzichten müssen, liegt laut Ruhrverband daran, dass diese Wasserfahrzeuge sich im vergangenen Jahrzehnt „wegen schwerer Manövrierbarkeit nicht bei jeder Wetterlage bewährt haben“. Vielmehr sollen nun neue Verleihboote angeboten werden, die unter entsprechenden Rahmenbedingungen auch eine Grillmöglichkeit an Bord bieten. 

Gefahr durch "Slipbahn"

Damit sich seine Gäste nach der Bootstour eine Erfrischung gönnen können, will der neue Pächter am Wassersportzentrum eine kleine Badestelle einrichten. Nicht mehr für den öffentlichen Bootsverkehr zugelassen ist hingegen die bisherige „Slipbahn“ der Bootsvermietung, weil die Slipvorgänge wegen der schlechten Sicht auf den Geh- und Radweg und die Landstraße L857 „Südufer“ oft zu gefährlichen Situationen und Beinaheunfällen geführt hätten. 

Zur neuen Saison um Ostern herum solle alles startklar sein, versichert Sven Höcker. Seinen Tretbootverleihsteg am Nordufer wird er unverändert weiterbetreiben.

Die Firma Höcker

Die Firma Höcker wurde 1948 von den Brüdern Hans und Hellmuth Höcker gegründet, feierte im vergangenen Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum. Mit dem Umzug der Segelschule zurück zum Südufer liegt das Unternehmen seit 2016 dort, wo es einst gegründet wurde. 

Zuletzt war der Betrieb in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt: Die Bootsvermietung geführt durch die zweite Generation von Detlev Höcker sowie die Segelschule, das Restaurant „Bootshaus“, Ferienwohnungen und mehr geführt durch die dritte Generation von Sven Höcker.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare