Kegler kämpfen um ihre Bahnen

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Lustige Kegelpüppchen oder Wimpel mit Stick oder Druck – damit zeigen die Kegler, welch’ lustige Truppe sie sind. Zudem sollen sie Flagge zeigen für die Kegelclubs im „Haus des Gastes“, die möchten, dass vier Bahnen erhalten bleiben.

Körbecke – Es tut sich viel im Haus des Gastes, das ja schon bald ein „Haus der Generationen“ sein soll. Fallen den ganzen Umbaumaßnahmen für die Kinderbetreuung im „Flohzirkus“, für die Mensa und weitere Projekte die Kegelbahnen zum Opfer?

Vier Bahnen gibt es – drei sollen wegkommen, und es seien auch schon Leute mit Zollstock und Skizzenblöcken im Untergeschoss aktiv gewesen. So haben es einige Kegler läuten hören, schon im vergangenen Sommer. 

„Die Kegelbahnen müssen bleiben“, unter diesem Titel führen jetzt Hans Jungmann vom Club „Gossen-Allee“ und Ralf Leupers eine Initiative an, die – wenn auch rein vorsorglich – auf jeden Fall Flagge zeigen will. Damit niemand erst auf die Idee kommt, die Kegelbahnen wegzuplanen, heißt es. Wo doch soviel umgebaut und verschoben wird im Haus: Eine dritte Gruppe für die Kinderbetreuung wird es geben, dafür wird der große Saal halbiert. Für die Mensakinder wird’s dann eng – sie müssen ein Provisorium bekommen, solange die neue Mensa noch nicht steht. Die soll bekanntlich dorthin, wo das alte Schwimmbad noch steht, und das steht noch solange, wie das neue Hallenbad noch nicht errichtet ist. Das ist im Groben die Beschlusslage im Gemeinderat. 

Dass bei den ganzen Vorhaben die Leute im Dorf sich Gedanken machen, dürfte niemanden verwundern. „Der Bürgermeister hat mit uns nicht reden wollen“, sagt Hans Jungmann. „Wir haben jetzt mit seinem Vertreter einen Termin vereinbart.“ Am Donnerstag, 19. März, soll um 15 Uhr eine lange Unterschriftenliste im Rathaus übergeben werden, und der Anzeiger ist auch eingeladen, zu berichten: „Sicher ist sicher“, findet Hans Jungmann.

185 Kegler aus 22 Clubs im Haus des Gastes haben die Aufforderung unterschrieben, alle vier Kegelbahnen im Haus des Gastes zu erhalten. Jungmann: „Zu den 185 Clubkeglern kommen noch um die 20 Spontankegler aus Freundschafts- oder Nachbarschaftskreisen. Kindergeburtstage auf der Kegelbahn, die werden auch immer beliebter. Da dürften also im Schnitt um die 200 Kegler auf den Bahnen sein – und die möchten weiter hier kegeln können.“ 

Davon ab, davon ist Jungmann überzeugt, stellen die Kegelfreunde bestimmt eine der größten, wenn nicht sogar die größte Gemeinschaft im Haus des Gastes. Jungmann: „Die Kegelbahnen sind wohl einer der letzten Orte in Möhnesee, die als soziale Klammer für die unterschiedlichen Altersgruppen dienen: Hier trifft man sich regelmäßig, um eine gemeinsame Zeit zu verbringen, eine flotte Kugel zu schieben, Spaß zu haben, miteinander zu lachen – alles bei einem gepflegten Getränk in guter gastronomischer Qualität, unterstützt vom Restaurant Venezia durch die Anlieferung von Speisen. Wer das nicht glaubt: Einfach mal vorbeischauen am Wochenende.“

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