Nächster Schaden im Schwimmbad: Hallenbad in Körbecke bleibt zu

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Gut ist zu erkennen ist die Schieflage, in die der Hubboden geraten ist.

Möhnesee – Möglicherweise können die Schwimmsportler und Schüler das Lehrschwimmbecken bald weiter nutzen, möglicherweise müssen sie dann aber auf verschiedene Wassertiefen verzichten. Diesen Zwischenstand erläuterte Bauamtsleiter Burkhard Schulte am Mittwochnachmittag.

Zuvor hatten Fachleute der Herstellerfirma das Malheur begutachtet. Dabei ist festgestellt worden, dass der Hubboden auf der südlichen Beckenseite komplett auf dem Fliesenboden aufliegt. 

Der Monteur der Firma und Schulhausmeister Markus Nübel gehen davon aus, dass der Defekt im „Kegelgetriebe“ liegt, das die Kräfte auf die Zahnräder verteilt, mit denen der Hubboden hoch und runter gefahren wird. Die Lage unter dem Hubboden konnte wegen der Enge des Raums und aus Sicherheitsgründen aber nur mit einer Kamera untersucht werden. 

Danach ist zu erwarten, dass dort mehrere Radzähne abgebrochen sind. Um allerdings an diesen Schaden heran zu kommen, müssten die Gestänge vom Getriebe getrennt werden, anschließend könnte der Boden mit so genannten „Büffelhebern“ angehoben werden, um die defekten Teile auszubauen. Eine Reparatur an Ort und Stelle ist aber nicht möglich. Die geschädigten Teile müssten von der Fachfirma nach Wilhelmshaven mitgenommen werden, könnten dort in Stand gesetzt und anschließend wieder eingebaut werden.

 Die Firma habe zugesagt, dass die Schadensbeurteilung nach der Rückkehr nach Wilhelmshaven direkt dokumentiert wird und rasch ein Reparaturangebot erstellt wird. Nach ersten Schätzungen sei für die Reparatur mit einer bis zu fünfstelligen oder noch höheren Angebotssumme zu rechnen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen unter Berücksichtigung des gestarteten Hallenbadneubaus wird auch die Möglichkeit bestehen, das Becken ohne Hubboden zu betreiben. Die Wassertiefe würde dann entsprechend des jetzt auf den Hallenboden aufgelegten Hubbodens in dieser Stellung verbleiben müssen und 1,80 Meter betragen.

 Dies seien aber Einschränkungen für den Schwimmunterricht der Schulen und die Aktivitäten des Schwimmvereins sowie auch für öffentliche Nutzungszeiten, die von beachtlicher Bedeutung sind, so Schulte. Sobald die Schadenssumme bekannt ist, werde eine schnelle Entscheidung zum weiteren Vorgehen getroffen werden.

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