Hotel-Planungen am Möhnesee

Initiative Zukunft Möhnesee: Das soll an Stockumer Eichen passieren

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Von hier aus könnten bald die nächsten Gäste den Blick auf den See genießen.

Stockum – Was passiert mit dem Campingplatz „Stockumer Eichen“, nachdem der Ruhrverband das Areal am Südufer kürzlich verkauft hat? Die Initiative „Zukunft Möhnesee“ berichtet von einem Treffen mit Hans-Jürgen Weigt, der erläutert habe, was an dem direkt am See gelegenen Gelände vorstellbar sei, nämlich – so die Formulierung der Gruppe nach diesem Termin – ein „Vier-Sterne Chalet Hotel Resort“. 

Die Gemeinschaft hat in den vergangenen Wochen mit Vertretern der im Möhneseer Rat sitzenden Parteien gesprochen. Weigt sei jedoch nicht als Fraktionsvorsitzender der CDU eingeladen worden. Er sei gebeten worden, aus seiner persönlichen Kenntnis darzustellen, was die Investoren auf dem 18.000 Quadratmeter großen Terrain umsetzen möchten und welche Rolle er selber spielt. Auf Nachfrage habe er sich nicht dazu geäußert, wer genau hinter dem Projekt steht, sagte gestern ein Mitglied. 

Die Teilnehmer erfuhren, wie sie schildern, dass es noch keine konkreten Pläne gibt, sondern nur ungefähre Vorstellungen – und die habe ihr Gast an diesem Abend skizziert. Details finden sich auf einer Facebook-Seite, die die Interessengemeinschaft als Plattform nutzt, um Informationen auszutauschen. Weigt wollte sich dazu gestern Morgen gegenüber unserer Zeitung nicht äußern. Er wisse nichts von einer Veröffentlichung und Verbreitung, könne daher zu Einzelheiten auch keine Stellung beziehen. 

Es sei ein nachbarschaftliches Gespräch geführt worden, danach habe er von der Gruppe nichts mehr gehört. Er habe kein „Feedback bekommen“, der Dialog sei von der Initiative nicht fortgesetzt worden.

Die Interessengemeinschaft wird konkreter und schreibt als Zusammenfassung der Runde mit Weigt über die Idee der Kapitalanleger, auf dem Grundstück 15 bis 20 Chalets in den Berg hinein zu bauen, die jeweils drei bis vier Wohneinheiten umfassen und eine Wohnfläche von 120 Quadratmetern haben. 

Die Überlegungen sollen zudem eine Tiefgarage, einen Wellnessbereich sowie im Frontbereich eine Rezeption mit einem Schwimmbecken auf dem Dach einbeziehen. Dann sei nach Vorstellung der Investoren zur Straße hin noch Platz für ein Frühstücksrestaurant sowie eine Gastronomie für gehobene Ansprüche. 

Die Initiative „Zukunft Möhnesee“ ist im Herbst angetreten, ihre Heimat rund um den Campingplatz Stockumer Eichen „zu schützen und den weiteren Prozess mitzugestalten“ (wir berichteten). Im Oktober hatten die Camper des Platzes „Stockumer Eichen“ ihre Kündigung erhalten – um einer anderen touristische Nutzung zu weichen , wie sie erfuhren. 

Viele haben inzwischen schweren Herzens ihre Parzelle geräumt. Im November schlossen sich 28 Frauen und Männer vom Möhnesee zusammen, weil sie gehört hatten, nun solle ein Hotel entstehen. 

Sie setzen sich für ein touristisches Gesamtkonzept ein, in das sich neue Vorhaben harmonisch einfügen. Ihre Maxime lautet: „Entwicklung und Fortschritt der Planungen rund um den See: ja, aber mit Augenmaß und nicht mit der Brechstange.“

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