Denkwürdiger Abend am Möhnesee

Herzschlagfinale ums Bürgermeisteramt: Honsel und Moritz in der Stichwahl - Kamp knapp geschlagen

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Möhnesee bekommt eine Bürgermeisterin: Birgit Honsel und Maria Moritz haben sich gestern bei der Kommunalwahl durchgesetzt.

Riesengroße Erleichterung und Freude hier, große Enttäuschung nach einem Herzschlagfinale dort: Mit ganzen neun Stimmen Vorsprung ließ Maria Moritz gestern Abend ihren Konkurrenten Florian Kamp hinter sich und sicherte sich damit denkbar knapp den Einzug in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt gegen CDU-Kandidatin Birgit Honsel.

Möhnesee - Es war ein denkwürdiger Abend, an dem es über mehrere Stunden hin und her ging und Freud und Leid eng beieinander lagen. Relativ entspannt lief der Abend eigentlich nur für Uwe Beißner von den Grünen, der sich schon früh abgeschlagen auf dem vierten Platz einrichten musste – am Ende wurden es für ihn persönlich enttäuschende 12,87 Prozent. 

Noch wesentlich deutlicher fiel die Abfuhr für den AfD-Kandidaten Pascal Peter aus, der nicht einmal drei Prozent der Stimmen holte. 

Hochspannung bei BG, SPD und FDP 

Vorne aber entwickelte sich ein Dreikampf, in dem Honsel nach Auszählung der ersten kleineren Ortsteile an der absoluten Mehrheit schnupperte, ihr Vorsprung dann aber im Laufe des Abends zusehends schmolz. Ihr Einzug in die Stichwahl zeichnete sich früh ab. Am Ende lag sie mit ihren 32,76 Prozent immer noch klar vor ihren Verfolgern – auch wenn sie „gerne noch den ein oder anderen Prozentpunkt mehr geholt hätte“. 

Hier verfolgen Sie die ganze Entwicklung

Deutlich größer als in der „Pfeffermühle am See“ in Körbecke, wo die CDU zusammen gekommen war, war die Anspannung nur wenige Meter weiter bei der BG, die beim ADAC auf Gründe zum Feiern hoffte. 

Ratsfrau Maria Moritz hatte ihren Wahlkampf zwar bewusst als Unabhängige geführt, verbrachte den Abend aber im Kreise ihrer Fraktionskollegen von der Bürgergemeinschaft. 

Nichts für schwache Nerven 

Unabhängig war auch das Label, mit dem Florian Kamp in den Wettbewerb ums Bürgermeisteramt gezogen war, Rückendeckung hatte er dabei aber von SPD und FDP erhalten – alle zusammen warteten im „Lago“ in Günne auf den Ausgang des Abends. 

Und der war nichts für schwache Nerven: Schnell näherten sich die Zahlen der abgegebenen Stimmen für Kamp und Moritz an, mal lag der Eine knapp vorne, mal wurde er von der Anderen knapp überholt. Selten lag der Abstand dabei im zweistelligen Bereich. 

Das blieb so bis zur Auszählung der letzten beiden Wahlbezirke Körbecke-Mitte und schließlich Günne-Süd. Punkt 20.45 Uhr dann die Entscheidung, als das Ergebnis aus dem Möhneseer Westen endlich erschien und damit das Endergebnis feststand. Während Moritz feierte, ärgerte sich ihr Kontrahent zwar über das Aus, nahm das aber als Ergebnis eines „fairen politischen Wettbewerbs“ sportlich.

"Das war verdammt knapp! Ärgerlich, aber so ist es nun mal..." Das war Florian Kamps Reaktion auf das vorläufige Endergebnis um 20.45 Uhr.

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