Haus Seeblick sucht Grundstück für einen Neubau

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Im heutigen Gebäude des Hauses Seeblick können die Landesvorgaben nicht erfüllt werden, Eigentümer Klaus Rocholl sucht daher ein Grundstück für einen Neubau.

Körbecke – Die Frist für das Seniorenheim Haus Seeblick läuft, wegen der Vorgaben des Landes dürfen die Pflegeeinrichtungen in NRW seit August 2018 nur noch zu 20 Prozent Doppelzimmer aufweisen, 80 Prozent müssen Einzelzimmer sein. Dies ist in dem Altbau von Haus Seeblick jedoch nicht gegeben, das Haus mit 29 vollstationären Pflegeplätze und zwei Kurzzeitpflegeplätzen hat zwölf Doppel- und fünf Einzelzimmer. Der Betrieb läuft derzeit befristet bis 2023.

Als Ersatz hatte Eigentümer Klaus Rocholl bis Mitte des Jahres einen Neubau an gleicher Stelle mit 50 bis 60 Plätzen vorgesehen, Mitte April zog er das Verfahren jedoch zurück, mit der Begründung, allzu viele Einschränkungen durch die Politik hätten das Vorhaben unmöglich gemacht. 

Diskussionen um das Sichtfeld eines oberhalb gelegenen Anwesens in der Straße Seeblick waren bei der Planung zu berücksichtigen, einige Ratsmitglieder hatten in verschiedenen Ausschusssitzungen zudem die Länge des Neubaus kritisiert. 

Die Gemeinde hatte Rocholl im April aber auch signalisiert, man werde bei der Suche nach einem Grundstück helfen und bezüglich der Unterstützung durch Bürgermeister Hans Dicke und Bauamtsleiter Burkhard Schulte könne er sich nicht beklagen, berichtete Rocholl: „Das läuft gut.“ 

Die Suche nach einem passenden Grundstück sei aber nun einmal nicht einfach. Immerhin werde eine bezahlbare Fläche von rund 4 000 Quadratmeter gebraucht, um ein Heim mit mindestens 50 oder 60 Pflegeplätzen zu errichten, sonst rechne sich der Betrieb wirtschaftlich nicht. 

Wenn passender Baugrund gefunden ist, müsste von der Abfolge her zunächst der Neubau errichtet werden, danach könnten die jetzigen Bewohner aus Haus Seeblick umziehen. Was dann aus dem alten Standort wird, ist noch ein Stück weit offen. Als „Plan B“ wäre hier gemäß einer Bauvoranfrage Rocholls die Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern denkbar. 

Im Namen der Gemeinde wurde diese Bauvoranfrage jetzt im Ausschuss für Planung, Gemeindeentwicklung und Umwelt erörtert, demnach ist das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, da die Gebäude sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung in das Umfeld einfügen.

Einzelzimmer sind Pflicht

Entsprechend der Vorgaben des Landes dürfen in Pflegeeinrichtungen in NRW seit August 2018 nur noch zu 20 Prozent Doppelzimmer bestehen, 80 Prozent müssen Einzelzimmer sein. Zudem müssen die Zimmer einen direkten Zugang zu einem Bad haben. Allenfalls darf ein Bad für zwei Zimmer vorgesehen werden. Bei Neubauten fordert die Vorgabe sogar 100 Prozent Einzelzimmer mit mindestens 48 Quadratmeter Nutzfläche pro Bewohner.

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