Politik will reduzierte Sitzung wegen Pandemie

Bauausschuss kürzer wegen Corona, aber Mastställe bei Berlingsen bleiben auf der Tagesordnung

Der geplante, und bereits heftig umstrittene, Bau von zwei Hähnchenmastställen bei Berlingsen beschäftigt am Donnerstagabend die Möhneseer Politik.
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Der geplante, und bereits heftig umstrittene, Bau von zwei Hähnchenmastställen bei Berlingsen beschäftigt am Donnerstagabend die Möhneseer Politik.

Wegen Corona dürfte die Bauausschusssitzung am Donnerstagabend deutlich kürzer als ursprünglich geplant ausfallen. Ein heftig diskutierter Punkt bleibt aber, so viel ist sicher, auf der Tagesordnung.

Möhnesee – Wenn überall die Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, kann das auch an der Durchführung der Sitzungen von politischen Gremien wie Fachausschüssen und Räten nicht spurlos vorübergehen – oder sollte es zumindest nicht. Das finden jedenfalls Bürgermeisterin Maria Moritz und der Vorsitzende des Bauausschusses, Ferdi Eickhoff.

Weil bei einigen Projekten Fristen zu beachten sind, kann die am Donnerstagabend um 17.30 Uhr beginnende Sitzung des Ausschusses in der Möhenseehalle zwar nicht komplett abgesagt werden, Vorsitzender und Bürgermeisterin wollen aber gleich zu Beginn beantragen, die Tagesordnung deutlich zu reduzieren - und damit auch die Sitzungsdauer. Entsprechende Absprachen, so heißt es aus dem Rathaus, seien bereits mit den Fraktionen getroffen worden.

Sollte die Ausschussmehrheit diesem Vorschlag folgen, sollen die abgesetzten Tagesordnungspunkte auf die nächste Sitzung verschoben werden.

Neben zwei Bauprojekten in Körbecke – außer einer Voranfrage für einen Neubau auf dem Grundstück Im Grünen Winkel 13b geht es dabei auch um einen Bauantrag für den Umbau des ehemaligen Seniorenpflegeheims Seeblick oberhalb des Ortsausgangs des Ortes – bleibt aber das umstrittene Vorhaben eines Berlingser Landwirtes auf der Tagesordnung, der in der Feldflur zwischen Haarweg und Berlingsen zwei große Hähnchenmastställe für insgesamt rund 80 000 Tiere bauen will.

In diesem Fall ist die Gemeinde aufgefordert, gegenüber dem Kreis als genehmigender Behörde mögliche planungsrechtliche Bedenken vorzutragen – andere Aspekte, die in der nach der Berichterstattung im Anzeiger bereits intensiv geführten öffentlichen Diskussion eine wichtige Rolle spielen, sind für die Entscheidung des Bauausschusses nicht erheblich.

Die allgemein zu beachtenden Corona-Schutz-Regeln lassen nur eine begrenzte Personenzahl von etwa 30 Zuschauern und Zuhörern in der Halle zu. Mehr Interessierte können keinen Einlass in die Möhneseehalle bekommen. Mit einer ausführlichen und umfassenden Berichterstattung soll die Bevölkerung anschließend über Verlauf und Ergebnisse der Sitzung informiert werden.

Zeitplan für Einsprüche

Es gibt bereits eine ganze Reihe von Einsprüchen gegen den Bau von Hähnchenmastställen bei Berlingsen, die Frist für das Beteiligungsverfahren, in dem Bürger oder Institutionen solche Einsprüche beim Kreis noch einlegen können, läuft aber noch bis zum 14. Februar. Nach derzeitigem Stand bleibt es auch beim 28. April als Termin für die Erörterung aller Einsprüche bei einer Veranstaltung des Kreises in der Möhneseehalle.

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