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Großbrand in ZUE gemeldet: Streit um Kochplatte löst Großeinsatz aus

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Von: Daniel Schröder

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Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst rückte am Mittwochabend zur ZUE Echtrop aus.
Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst rückte am Mittwochabend zur ZUE Echtrop aus. © Daniel Schröder

[Update, vom Freitag, 8.14 Uhr:] Der Streit um eine Kochplatte hat den Großeinsatz der Feuerwehr an der ZUE in Echtrop ausgelöst. Zunächst war ein Großbrand gemeldet worden.

Echtrop - Zwischen drei Bewohnern entbrannte ein Streit um eine Kochplatte, in dessen Verlauf ein 26-Jähriger ein stumpfes Brotmesser gezogen und einen 31-Jährigen damit oberflächlich verletzt haben soll. Der dritte Bewohner im Alter von 26-Jahren wurde im Rahmen der körperlichen Auseinandersetzung ebenfalls leicht verletzt.

Die beiden leicht verletzten 26-Jährigen wurden zur weiteren Untersuchung mit ettungsfahrzeugen zur weiteren Untersuchung in Krankenhäuser gebracht.-

Um 22.24 Uhr wurde die Feuerwehr Möhnesee am Mittwochabend zur Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge (ZUE) „Auf der Alm“ in Echtrop gerufen. Bereits in der ersten Meldung, die über die Polizei gekommen war, hieß es, dass ein Gebäude der ZUE in Flammen stünde. Nur wenige Minuten später, die ersten Einsatzkräfte befanden sich noch auf der Anfahrt, erhöhte die Rettungsleitstelle wegen einer vermeintlich „bestätigten Feuermeldung“ das Alarmstichwort - jetzt machten sich die Feuerwehrleute auf einen tatsächlichen Großbrand gefasst.

Ein Moment, in dem der Puls ungebremst in die Höhe schoss, berichtete Möhnesees Leiter der Feuerwehr, Christian Böddeker. „Es hieß, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Zudem hätte es im betroffenen Objekt eine große Anzahl an betroffenen Personen gegeben“, schilderte er. Da es sich bei der ZUE um ein sogenanntes „Sonderobjekt“ handelt, machten sich neben zahlreichen Kräften des Rettungsdienstes auch rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Möhnesee auf den Weg.

Großbrand in ZUE gemeldet: Kein Feuer, aber eine Schlägerei

Vor Ort gestaltete die Lage sich anfangs für die Rettungskräfte unübersichtlich, da auf den ersten Blick kein Brand entdeckt werden konnte. Auch die weitere Erkundung ergab, dass in der ZUE kein Feuer ausgebrochen war. Jedoch war es unter mehreren Bewohnern zu einer Schlägerei gekommen, bei der mehrere Beteiligte leicht verletzt worden waren. Zwei von ihnen mussten nach ersten Informationen im Krankenhaus behandelt werden.

Aus Feuerwehr-Sicht sei es „viel Lärm um Nichts gewesen“, erklärte Christian Böddekers Stellvertreter Christoph Rademacher. „Es hat Gott sei Dank nicht gebrannt.“ Dennoch konnte sich die Feuerwehr in der Anfangs-Phase unterstützend einbringen: „Es handelte sich letztlich um eine Lage für den Rettungsdienst. Wir haben viele Leute, die eine rettungsdienstliche Ausbildung haben und den Rettungsdienst direkt zu Beginn unterstützen konnten, bis ausreichend Rettungsmittel vor Ort waren. Wir sind in Sachen Fachpersonal in der Breite zum Glück sehr gut aufgestellt“, berichtete Christian Böddeker.

Wäre es in der ZUE tatsächlich zu einem Großbrand gekommen, hätte die Feuerwehr vor einer immensen Herausforderung gestanden: Neben der Vielzahl an Personen, die in der ZUE wohnen und arbeiten, gibt es auch Sprachbarrieren und lediglich eine eingeschränkte Löschwasserversorgung, die zwar gerade den baurechtlichen Vorschriften genügt, im Falle eines Großbrandes jedoch schnell erschöpft wäre.

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