Senta Berger zum 80.

Glückwünsche aus Möhnesee für beliebte Schauspielerin

Blick in die Neugeborenen-Intensivstation in Asmara: Senta Berger im Gespräch mit der Krankenschwester Silke Scheider-Börsch, die seit vielen Jahren immer wieder ehrenamtlich in Eritrea hilft.
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Blick in die Neugeborenen-Intensivstation in Asmara: Senta Berger im Gespräch mit der Krankenschwester Silke Scheider-Börsch, die seit vielen Jahren immer wieder ehrenamtlich in Eritrea hilft.

Eine tolle, bemerkenswerte Frau, vor deren Leistung ich allerhöchsten Respekt habe.“ Das sagt Dr. Peter Schwidtal, Vorsitzender von Archemed – Ärzte für Kinder in Not, über Senta Berger, prominente Botschafterin der Hilfs-Organisation. „Sie ist sympathisch und warmherzig“, hebt der Arzt aus Möhnesee hervor und erinnert sich an Begegnungen mit der beliebten Schauspielerin in Eritrea.

Möhnesee – Dort stellte er ihr Projekte des Vereins und den Einsatz der Ehrenamtlichen – Mediziner, Pflegekräfte, Techniker, andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie Handwerker – vor. Beeindruckt habe ihn die unkomplizierte, nahbare Art Senta Bergers, verbunden mit einem ehrlichen Interesse. Am Donnerstag (13. Mai) wird die international erfolgreiche und gefeierte Künstlerin 80 Jahre alt. Die Helfer-Gemeinschaft, die hinter Archemed steht, gratuliert, dankt für die große Unterstützung und das soziale Engagement. Peter Schwidtal schickte handschriftlich formulierte Glückwünsche.

Glückwünsche aus Möhnesee: Senta Berger lobt Arbeit von Archemed

Senta Berger erzählt immer wieder bei offiziellen Anlässen – etwa bei einer Benefiz-Lesung – über den Verein, der in einem der ärmsten Länder der Welt medizinische Infrastruktur aus- und aufbaut, unter anderem in der Hauptstadt Asmara eine Kinderklinik und ein OP-Zentrum betreibt; der dafür sorgt, dass Kinder, die mit einem Herzfehler zur Welt kommen sowie schwerkranke Mütter behandelt und in mehreren Provinz-Krankenhäusern Neugeborene versorgt werden. So können viele kleine Menschen gerettet werden, die sonst keine Chance hätten und sterben müssten.

„Es ist einfach großartig, was Sie hier leisten“, sagte Senta Berger nach einem Aufenthalt am Horn von Afrika, als sie sich vor Ort darüber informierte, was das Team bewirkt und was möglich ist, wenn viele mit anfassen. Die Bilder dieser Reise – vor allem das Schicksal der Kinder – gingen ihr sehr nah, schilderte sie damals sichtlich bewegt.

Die gebürtige Wienerin lernte Archemed 2011 anlässlich der TV-Spendengala „Ein Herz für Kinder“ kennen. Millionen von Zuschauern saßen vor den Fernsehern, als eine Dokumentation über die Arbeit und das Anliegen der Helfer für die, wie Peter Schwidtal immer wieder betont, „liebenswerten Menschen in Eritrea“ lief. Die Schauspielerin fungierte damals als Laudatorin. „Sie setzte sich zu mir“, schildert der der Vorsitzende, „wir kamen sofort in Gespräch, unterhielten uns, und sie plauderte über ihre Familie – völlig unprätentiös.“ Dann nahm sie die Einladung an, sich selber ein Bild von Eritrea zu machen. Seit dem Besuch wenige Monate später tritt sie als überzeugte Patin auf.

„Ich habe kleine Kinder gesehen, die ohne die Arbeit vieler Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Techniker und Helfer keine Überlebenschance hätten“, fasste sie ihre Eindrücke nach der Rückkehr in einem Brief an Archemed zusammen. „Das hat mich tief beeindruckt. Ich habe die dankbaren Familien gesehen, die mich sehr berührt haben. Ich konnte nur einige Tage die ehrenamtliche Arbeit von Archemed in Eritrea begleiten und sehen, wie groß der Zusammenhalt der ärztlichen Helfer ist, ohne Rangordnung und Hierarchien, wie gut die Stimmung und deshalb auch die Arbeitsatmosphäre ist.“ Auch die einheimischen Helfer dürften nicht vergessen werden: „Junge Ärzte und Klinikpersonal, die bei den Mitarbeitern von Archemed lernen, um in Zukunft besser helfen zu können und selbstständig zu arbeiten, die dankbaren Mütter, die sich zärtlich um ihre Kinder in den Krankenstationen kümmern. Ich habe aber auch gesehen, wie viel noch zu tun bleibt. Die hygienischen Zustände in den kleinen Krankenhäusern sind unvorstellbar. Ich habe von hochschwangeren Frauen erfahren, die tagelange Fußmärsche auf sich nehmen müssen, um Hilfe zu bekommen, ich habe Frauen gesehen, die mit ihren viel zu früh geborenen Kindern – manche von ihnen nur so groß wie eine Hand – versuchen, die rettende Kinderstation zu erreichen, damit es den Ärzten gelingt, ihr Frühchen am Leben zu erhalten.“

Glückwünsche aus Möhnesee: Netter Kontakt mit Peter Schwidtal

Archemed und Senta Berger stehen, wie es Peter Schwidtal nennt, im netten Kontakt. Nächstes Jahr will sie sie wieder dabei sein. Das Ziel: Das neue Perinatalzentrum mit Geburtsstation, Kreißsaal, Kaiserschnitt-OP und Neugeborenenintensivstation in Keren.

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