Junge Möhneseer und Wintzenheimer festigen Partnerschaft

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Sie gehen Wege der Freundschaft: die Möhneseer und ihre Gäste aus Wintzenheim im Elsass.

Möhnesee. Hallo ist international. „Hallo“, hieß es jetzt  auch im Sitzungssaal des Rathauses, und die Gäste fügten noch ein freundliches „Bonjour“ hinzu. Das Jugendparlament aus der Partnergemeinde Wintzenheim im Elsass ist zu Gast am Möhnesee.

Gut 30 Jahre währt die Freundschaft – „Jumelage“ – zwischen der Talsperrengemeinde und der französischen Ortschaft im Herzen des Regionalen Naturparks der Ballons des Vosges in der Nähe von Colmar. Als Möhneseer und Wintzenheimer ihren Bund besiegelten, legten sie großen Wert auf die Begegnung der Menschen, vor allem auch der Jugend. Ein Wunsch, der zuletzt allerdings ein wenig aus dem Blickfeld geraten war. Doch das soll sich jetzt ändern, sagt Patrice Dussel, der die Jugendlichen aus dem Nachbarland begleitet. 

Vier Tage – noch bis Gründonnerstag – werden sie bleiben, und sie sind begeistert, den See im schönsten Sonnenschein mit frühlingshafter Wärme zu erleben. Kijano Mataj von der Möhnesee-Schule brachte es gestern bei der offiziellen Begrüßung mit den Vertretern des Rates und des Arbeitskreises Wintzenheim auf den Punkt: Dieses Treffen sei gut für die Jüngeren, aber auch für die Älteren. 

Gemeinsam gelte es, die europäische Idee weiterzutragen, betonten seinerzeit die Wegbereiter der Partnerschaft. Nun setzt die Jugend neu an und braucht offenbar nicht viele Worte, um sich zu verstehen. Zum Auftakt ging es sportlich zu: Die Gruppe schwang sich auf den Sattel und startete zur Radtour Richtung Günne – ein Ort, der Patrice Dussel wohlvertraut ist. „Ich habe schon die 800-Jahr-Feier besucht“, erinnerte er sich jetzt an das große Fest im Jahr 1990. Das ist möglicherweise ein Ansporn für die jungen Elsässer vom „Conseil Municipal des Jeunes“, der aktuellen Reise noch viele weitere folgen zu lassen. Der See und die Dörfer rundherum gefallen ihnen ausgesprochen gut, wie immer wieder zu hören war. „Wir sind glücklich, hier zu sein und so herzlich empfangen zu werden“, sagte Patrice Dussel. 

Er lag auch mit seinen Gastgeschenken goldrichtig: Bürgermeister Dicke überreichte er mit den Worten „Das muss aber bis zum nächsten Besuch bei uns“ reichen, unter anderem drei Flaschen Bitterlikör – eine Elsässer Spezialität, die, in Maßen genossen, vorzüglich im Bier schmeckt, wie Kenner wissen. Ein Präsent gab es auch für Uta Schneider, die seitens der Gemeindeverwaltung in die Organisation eingebunden ist. Die Gäste lernten die Talsperre gestern auf der Leinwand zunächst in Bild und Ton kennen, dann zogen sie los, um sich mit Äpfeln, Gummibärchen und Wasser im Gepäck an Ort und Stelle davon zu überzeugen, wie schön es am Möhnesee ist. Wiederkommen lohnt sich!

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