Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Neues Liz-Umweltmobil wird Opfer der Flammen

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Das neue Umweltmobil des Liz Möhnesee wurde durch einen Brand vollständig zerstört.

[Update: 11.30] Möhnesee - Böse Überraschung für das Landschaftsinformationszentrum Möhnesee: Das erst vor Kurzem angeschaffte Umweltmobil der Einrichtung brannte am frühen Freitagmorgen vollständig aus. 

Am Freitagmorgen wurde um 02.06 Uhr der Brand eines Mercedes Sprinter auf dem Parkplatz Zum Weiher an der Brüningser Straße in Günne gemeldet.

Das Heikle: Der Transporter wurde mit Erdgas betrieben. "Über das Sicherheitsventil strömte das restliche Gas ab. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit einem Strahlrohr und Schaummittel", erklärte die Feuerwehr Möhnesee. Alle Bemühungen den Wagen zu retten, waren aber vergeblich. 

Das sagt  die Liz-Leiterin

"Wir sind alle geschockt und frustriert", sagt Liz-Leiterin Kerstin Heim- Zülsdorf. Auch Bernhard Schladör, Vorsitzender des Trägervereins, zeigte sich schockiert. Er war bereits in der Nacht informiert worden und machte sich direkt vor Ort ein Bild der Lage. "Das ist schon erschütternd. Die Bemühungen für die Anschaffung des Mobils waren sehr vielfältig und jetzt hat sich alles in Flammen aufgelöst."

Drei Jahre lang hatte sich die Einrichtung um die Förderung des Umweltmobils bemüht. Mit der Hilfe der Leader-Region und der Stiftung „Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen" wurde die Finanzierung im vergangenen Jahr gesichert. Etwa 150 000 Euro waren nötig, um den Mercedes-Sprinter anzuschaffen und für die Umweltarbeit umzurüsten. Jetzt sind sowohl das Auto als auch die dort gelagerten Materialien zerstört und ein Fall für die Versicherung.

So soll es weitergehen

Die Angebote des Umweltmobils sollen nun so gut wie möglich weitergeführt werden. "Wir müssen jetzt improvisieren", kündigt Bernhard Schladör an. Zuletzt war sogar eine eigene Stelle geschaffen worden, um die Arbeit mit dem Umweltmobil begleiten zu können.    

"Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden"

Zur Klärung der Brandursache wurde der Transporter von der Kriminalpolizei sichergestellt. Brandstiftung kann laut Polizeiangaben nicht ausgeschlossen werden.

Personen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr Möhnesee war mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften vor Ort.

Wegen der möglichen Brandstiftung sucht die Polizei nach Zeugen, die Hinweise auf die Entstehung und den Verlauf des Fahrzeugbrandes geben können. Hinweise werden unter der Rufnummer 02921-91000 entgegen genommen.

Es war der zweite große Einsatz für die Feuerwehr Möhnesee innerhalb kurzer Zeit. Am Donnerstagnachmittag war ein Auto in die Möhne gefahren.

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