„Geändert hat sich nichts!“

Funkloch am Möhnesee: Wilhelmsruh seit Tagen ohne Netz - schon wieder

Miserabler Empfang: Auch an der Sperrmauer ist so ein LTE-Funkloch.
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Miserabler Empfang: Auch an der Sperrmauer ist so ein LTE-Funkloch.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wilhelmsruh von der Außenwelt abgeschnitten ist. Seit Tagen klagen die Bürger dort über einen kompletten Mobilfunkausfall.

Möhnesee - „Wir haben hier einen kompletten Mobilfunkausfall seit Freitagmittag. Egal, wo wir hinschreiben, keiner ist anscheinend zuständig! Das schlimme an der Sache, niemand könnte im Notfall Hilfe holen“, schreibt Sylvia Klinkhardt aus Wilhelmsruh.

Schon einmal, vor gut fünf Jahren, gab es hier einen derartigen Ausfall – damals war Wilhelmsruh tagelang von der Außenwelt abgeschnitten, weil Telefon und Internet gestört waren. Das hatte vor allem den dortigen Erholungspark betroffen, Grund war laut Anbieter Vodafone ein technischer Defekt in einer Richtfunkbaugruppe gewesen: „Geändert hat sich nichts!“, ärgert sich die Leserin.

Wilhelmsruh

Wilhelmsruh liegt bei Neuhaus, besteht hauptsächlich aus der gleichnamigen Straße sowie dem dortigen Erholungspark und gehört offiziell zum Möhneseer Ortsteil Stockum.

Das Problem ist in der Gemeinde Möhnesee gut bekannt. „Der Mobilfunk vom Torhaus bis Breitenbruch, das ganze Tal steckt voller Funklöcher. Dort gibt es kein verlässliches Netz, keiner ist dort präsent“, erklärt auch Bauamtsleiter Burkhard Schulte. Doch er sieht Licht am Ende des Tunnels: Die Verlegung von Glasfaser sei auf dem Vormarsch – schätzungsweise in einem halben bis einem Jahr soll der Ort Highspeed-Netz erhalten. „Dann wird auch in Wilhelmsruh und Neuhaus die Infrastruktur besser“, so Schulte.

Funkmast im Bereich St. Meinolf

Im Erholungspark habe nicht jedes Häuschen ein Festnetz. Viele Neuhäuser würden zu Recht über das schlechte Funknetz klagen. Dies sei auch mit Blick auf Unfälle auf der Straße und bei Waldarbeiten unzulänglich, denn so könne kaum Hilfe gerufen werden. auch um Störungen melden zu können. „Wir werden alles tun, dass auch der Notruf 110 und 112 besser wird“, so Schulte. Die Telekom betreibt im Bereich St. Meinolf einen Funkmast.

Im März dieses Jahres war der Ortsteil Echtrop von einem Schaden am Festnetz der Telekom betroffen. Siekamen mehr als eine Woche lang nicht ins Internet und konnten nicht telefonieren.

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