Dank Liz neue Führer durch Tier- und Pflanzenwelt

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Als „blinde Karawane“ durch den Wald: Solche Übungen können den Gemeinschaftssinn fördern und die Sinne schärfen helfen, indem die „blinden“ Besucher den Wald hörend, fühlend oder tastend erleben.

Möhnesee – Die Tier- und Pflanzenwelt, Natur- und Klimaschutz: Das sind Themen, die für viele immer wichtiger werden. Aber wie bringt man das einschlägige Wissen interessierten Kindern oder Erwachsenen so raffiniert bei, dass was „hängen“ bleibt? Die geprüften Natur- und Landschaftsführer kennen auf diese Frage die Antwort, das gilt auch für die fünfzehn neu ausgebildete Natur- und Landschaftsführer, die jetzt im Liz, dem Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee, ihre Zertifikate bekommen haben.

Nach einem 70 Unterrichtsstunden umfassenden Lehrgang, der in Kooperation von der Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) NRW, dem Heinrich-Lübke-Haus und dem Liz durchgeführt wurde, waren die Teilnehmer am Ziel. 

Neben der Erstellung einer Exkursion als Hausaufgabe, die in der Prüfung in Teilen vorgestellt wurde und mit einer Klausur im Multiple-Choice-Verfahren belegten die Teilnehmer, was sie an den beiden Wochenenden des Lehrgangs gelernt hatten. 

Ein Thema des Lehrgangs waren die naturkundlichen Grundlagen des Naturparks Arnsberger Wald als Naturraum. Hier ging es zum Beispiel um die Entstehungsgeschichte, Besonderheiten und die typische Tier- und Pflanzenwelt. 

Wichtige Ausbildungsteile waren aber auch die Bereiche Recht, Marketing und Organisation. Bei den Bereichen Kommunikation und Exkursionsdidaktik wiederum ging es um die zentralen Aufgabe. 

So wurden die Teilnehmer von den Liz-Mitarbeitern im Bereich der spielerischen Vermittlung von waldpädagogischen Bildungseinheiten ausgebildet. Aktionen wie die „Blinde Karawane“ sind Beispiele. Solche Übungen können den Gemeinschaftssinn stärken oder anregen, den Wald auf eine andere als die übliche Weise wahrzunehmen, erläutert Kerstin Heim-Zülsdorf, die Leiterin des Liz. Ein Schwerpunkt ist zudem die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). 

Ein vielfältiges Exkursionsprogramm mit Rangerwanderung, Besuch des Naturschutzgebiets am Kleiberg, Gewässergütebestimmung, Talsperrenrundgang und Kräuterwanderung vermittelte den Teilnehmern die Vielfalt des Naturparks, aber auch das notwendige fachliche Wissen. 

Alle Teilnehmer waren sich zum Abschluss einig, viel Nützliches für ihre zukünftigen Führungs- und Exkursionsangebote vermittelt bekommen zu haben, berichtet Heim-Zülsdorf. Die zertifizierten Natur- und Landschaftsführer können nun ihrerseits über das Liz im Naturpark Führungen anbieten, ebenso können sie aber auch in ihren Heimatkommunen tätig werden.

Dieser zweite ZNL-Lehrgang konnte Dank der Kooperation mit dem Heinrich-Lübke-Haus an zwei Wochenenden und als Angebot aus dem Bereich Bildungsurlaub angeboten werden. Angedacht ist es, diesen Lehrgang alle zwei Jahre durchzuführen, so Heim-Zülsdorf.

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