Friedwald: Betreiber strebt effizientere Belegung an

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Bestattungen im Friedwald sind beliebt, deshalb sollen jetzt mehr Plätze bereitgestellt werden.

Möhnesee - Die Bestattungen im Friedwald sind recht stark nachgefragt, deshalb soll der vorhandene Platz unter den Bäumen künftig effizienter genutzt werden.

Die letzte Ruhe unter einem lauschigen Waldbaum: Dieses am Möhnesee seit 2013 bestehende Angebot kommt bestens an, so musste der Friedwald wegen der Nachfrage 2016 bereits auf zwölf Hektar erweitert werden. Mit dem neuen Flächenkonzept soll künftig erreicht werden, dass das vorhandene Areal besser genutzt wird. Diese Änderungen möchte die Friedwald GmbH übrigens bei all ihren gut 60 Friedwäldern umsetzen.

Verbunden ist mit der Neuerung, dass Urnenplätze an allgemein verfügbaren Friedwaldbäumen nach dem Ablauf der Ruhezeit von üblicherweise 30 Jahren neu vergeben werden können. Bei dieser neuen Grabart „Platz im Friedwald“ bestimmen die Vertragspartner folglich nur über die Nutzung der jeweils erworbenen einzelnen Grabstätte an einem der Friedwaldbäume.

Weiterhin bleiben die sogenannten Familien- oder Freundschaftsbäume im Angebot, allerdings mit der Einschränkung, dass mit dem Erwerb des Nutzungsrechtes nur noch zwei Grabstellen inklusive sind. Weitere Grabstellen müssten zusätzlich erworben werden, so Fachbereichsleiter Burkhard Schulte. Eine effizientere Nutzung der vorhandenen Fläche versprechen sich Partner Friedwald GmbH, Ruhrverband als Eigentümer und die Gemeinde Möhnesee auch von einer neuen Einschätzung, wie viele Urnenplätze an einem Baum ausgewiesen werden können. Nach der bisherigen Vorgehensweise waren pro Baum zehn Urnenplätze veranschlagt worden, diese Belegung hing aber auch von der Baumdichte und der Größe ab, sodass die maximale Belegungszahl oft nicht erreicht wurde. Durch die neue Taxierung, die Vertreter der Friedwald GmbH und des Ruhrverbands vornehmen werden, könnten großen und frei stehenden Bäume nun mehr Plätze zugeordnet werden, dichter stehende oder kleinere Bäumen bekämen weniger Plätze zugewiesen.

Unterm Strich sei angesichts dieser Neuerungen zu erwarten, dass bei gleicher Fläche etwa 20 Prozent mehr Plätze entstehen können, so Schulte. Die volle Belegung des Friedwaldes könne somit um einige Jahre hinausgezögert werden. Pro Jahr wurden bislang im Friedwald 180 bis 200 Urnenbestattungen durchgeführt. Wegen der erforderlichen Ruhezeit von 30 Jahren kann der Friedwald Möhnesee nach aktuellem Vertragsstand maximal bis im Jahr 2082 belegt werden, gemäß der 99-jährigen Laufzeit endet der Vertrag zwischen Ruhrverband und Friedwald GmbH im Jahr 2112.

Die Friedwald-GmbH als Betreiberin hatte diese Änderungen angeregt, um die vorhandene Fläche effizienter nutzen zu können. Dieses Ziel, den Flächenverbrauch zu verlangsamen, unterstützt auch der Ruhrverband als Eigentümer. Der Gemeinderat hat daher in seiner jüngsten Sitzung der entsprechenden Anpassung der Friedhofssatzung einstimmig zugestimmt.

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