Freundeskreis Kasama berichtet von schwieriger Situation in Nordsambia

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Mit vielen verschiedenen Artikeln war der Freundeskreis Kasama jetzt auf dem Wochenmarkt in Körbecke vertreten.

Möhnesee – Sie sollen nicht verhungern: Die Freunde in Möhnesees Partnerdiözese Kasama in der Nordprovinz von Sambia brauchen nach Trockenheit, Überschwemmungen und mitten in der Corona-Pandemie ganz dringend eine zweite Welle der Hilfsbereitschaft. „Wir richten uns an alle Freunde und Unterstützer in Möhnesee und in der Region: Wir brauchen noch einmal ganz schnell neue Spenden“, darum bat die Vorsitzende Margret Schladör am Donnerstag bei einem Treffen auf dem Wochenmarkt in Körbecke.

Der Freundeskreis Kasama war in dieser Woche beim Wochenmarkt an der Reihe, durfte die Holzhütte als Verkaufsstand nutzen – reihum bekommen heimische Vereine und Initiativen die Chance, sich hier zu präsentieren und Passendes für die Advents- und Weihnachtsfeiertage zu verkaufen. Für die Aktiven des Freundeskreises Kasama war der Markt auch willkommene Gelegenheit, auf zwei Jahrestage hinzuweisen: Die Hilfe für Kasama, die Verbundenheit von Möhnesee mit Sambia gibt es jetzt seit 45 Jahren, den Freundeskreis als Verein seit 15 Jahren. Schladör: „Wir werden alle nicht jünger, deshalb brauchen wir auch Nachwuchs, um diese Arbeit fortzusetzen. Wir freuen uns immer über neue Gesichter in unserer Runde.“ 

Corona bringt Hunger und Elend mit sich

„2017 waren wir zuletzt in Kasama, im August wollten wir wieder dorthin – geht aber wegen Corona alles nicht“, erzählte Schladör weiter: „Wir müssen von hier aus den Kontakt halten, und am wichtigsten ist im Moment, gegen den Hunger anzukämpfen: Die Überschwemmungen haben Felder und Hütten fortgerissen, die Ernten sind verloren. Wegen Corona müssen auch die Menschen in Sambia zuhause bleiben. Sie verdienen nichts, die Waren werden knapp, die Preise steigen – die Leute können sich das Nötigste kaum oder gar nicht leisten. Ohne unsere Hilfe wird es schlimm: Die Angst vor dem Hunger ist sehr viel größer als die Angst der Menschen vor dem Virus.“ 

In der bitterarmen Region müssen sich die Menschen auf vielfache Weise behelfen.

Regelmäßige Spenden werde es brauchen, denn auch in Afrika sei die Pandemie nicht von heute auf morgen beendet – und zeitgleich sollen die aktuellen Projekte weiter vorangetrieben werden, so wie etwa in Kayambi, wo derzeit mit Geld des Freundeskreises von einem Unternehmen vor Ort Etagenbetten für die neuen Schlafräume und Möbel für die vier neuen Klassenräume gebaut werden. Schladör: „Der Unterricht dort ist wieder angelaufen – wie bei uns mit Mund-Nasen-Schutz.“ 

Medizinische Hilfsgüter gehen wieder auf den Weg

In wenigen Wochen soll wieder medizinische Ausrüstung für die vom Freundeskreis aufgebaute Krankenstation nach Sambia verschifft werden. „Zu tun gibt es auch in der Pandemie genug“, sagt Margret Schladör: „Wir sind über alle Kanäle in direktem Kontakt mit den Helfern und den Verantwortlichen in der Kirchenleitung, wir prüfen, welche Gelder wohin fließen – und wir sind stolz, dass wir mit den Spenden aller unserer Freunde hier vor Ort und in der Region die Lebensverhältnisse in Orten wie Chiluba, Kayambi, in Mpulungu und in Mporokoso verbessern konnten: Die Menschen dort haben Brunnen bohren können, es gibt jetzt ein Krankenhaus, gewachsen aus einer kleinen, unscheinbaren Station, es gibt die Schule in Kayambi, und es gibt natürlich auch die große Hoffnung, dass wir alle zusammen es schaffen, mit vielen regelmäßigen Spenden den Menschen in Kasama durch die Pandemie zu helfen, ihnen eine Perspektive für die Zeit danach zu bieten, auch weiterhin Patenschaften für Schüler zu übernehmen, für Essen und Schulgeld.“ 

Informationen über die Arbeit des Freundeskreises gibt es im Netz, und dazu noch zwei Mal die Gelegenheit bei Verkaufsaktionen für den guten Zweck: Am zweiten und vierten Adventwochenende sind die Aktiven mit ihrem Stand beim Hofladen Abel in Möhnesee-Stockum, bieten Dekoratives, Leckeres und Praktisches an, unter anderem auch selbst genähten Mund-Nasen-Schutz. Den gibt es davon ab durchgehend auch in Körbecke bei Blumen Redemann.

Infos im Netz unter www.freundeskreis-kasama.de.

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