Blech statt Bäume: Neuer Parkplatz am See kommt

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Wo bislang Bäume gewachsen sind, soll bald Blech in Hülle und Fülle stehen.

Möhnesee – Der Rat hat seinen Segen bereits gegeben, jetzt haben die Planer das Wort: Wenn alles glatt geht, könnten auswärtige Besucher schon im nächsten Sommer in fußläufiger Entfernung zum Seepark bis zu 400 neue Stellplätze für ihr Auto finden – und Körbecker im Umfeld müssten sich hoffentlich nicht mehr annähernd so oft über zugeparkte Wohnstraßen bei Großereignissen ärgern wie bisher. 

„Sportlich“ nennt Bürgermeister Hans Dicke den Zeitplan für die Realisierung des Projektes, für das der Bebauungsplan für diesen Bereich geändert werden muss. Mut macht ihm allerdings, dass vieles im Vorfeld zwischen den Beteiligten „sehr konstruktiv und fair“ besprochen und dann auch entschieden worden sei – eine Einschätzung, die auch Christoph Abel teilt, der auf einem Teil der insgesamt rund 10 000 Quadratmeter großen Flächen eine Obstbaumplantage mit rund 250 Bäumen angelegt hatte. Die müssen natürlich für den Parkplatz weichen.

„Für alle Bäume, bei denen das angesichts der Größe möglich ist, werden wir neue Standorte finden“, erklärte der Bürgermeister auf Anfrage, auch der Ruhrverband habe bereits grundsätzliches Interesse signalisiert, zumindest einige der Bäume abzunehmen. 

Denkbar seien, so Dicke, zum Beispiel Streuobstwiesen oder das Pflanzen von Bäumen entlang von Wirtschaftswegen oder Straßen. „Allerdings ist es eine Herausforderung, angesichts der großen Zahl von Bäumen, passende Standorte für zu finden“, räumt er ein. 

Noch nicht endgültig entschieden ist die Frage der Zuwegung für die neuen Stellplätze, die von der Gemeinde bewirtschaftet werden und so die notwendigen Investitionen auch wieder hereinholen dürften. Favorisiert wird nach Aussage von Hans Dicke eine Zufahrt von der Seestraße aus, genauer gesagt in Höhe der Einmündung der Straße Sommerfeld. „Details dazu müssen aber noch geklärt werden, die dafür nötigen Gespräche laufen derzeit“.

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