Firma Kindt verwertet Sägemehl und Späne zum Pressen von Holzbriketts

+
Alle paar Sekunden fällt von den Schienen ein Holzbrikett in den bereit stehenden Sack. Mit dem Pressen der Briketts möchte Michael Kindt auch die Reststoffe sinnvoll verwerten.

Möhnesee – Holz ist so ein wertvoller Rohstoff, da sollte nicht ein Krümel Sägemehl verschwendet werden. Das muss auch nicht sein, und die Firma Kindt im Gewerbegebiet Echtrop setzt seit einiger Zeit ein Verfahren ein, um Holzreste, Späne und Sägemehl zu Brikett zu verarbeiten. Alles, was in der Werkhalle und dem eigenen Sägebereich zusammengefegt wird, landet in einer Halle auf einem großen Haufen. Ursprünglich hatte ein Großunternehmen die Reste für die Brikettherstellung genutzt, weil dieser Abnehmer jedoch weggefallen ist, hat Michael Kindt die eigene Herstellung von Holzbriketts aufgebaut.

Zermahlen, pressen, und fertig: So einfach ist das Verfahren allerdings nicht umzusetzen. Die Holzreste kommen zum Beispiel zunächst in einen Container, um die Holzreste auf dem Gelände einer Biogasanlage mit warmer Abluft zu trocknen. Inzwischen läuft das Verfahren reibungslos, die Holzreste werden zermahlen, die Presse erstellt alle paar Sekunden ein Brikett. 

200 Paletten mit jeweils einer Tonne Brikett machen in etwa die Jahresproduktion aus. Eine Tonne Holzbrikett entspricht nach Angaben der „Holzwerke Ladenburger“ der Heizkraft von 500 Liter Heizöl oder 500 Liter Erdgas, da sie aus regenerativen Rohstoffen hergestellt werden, sind sie CO2-neutral (Quelle: labu24.de). 

Gleichwohl betont Kindt, dass sich die Verwendung von Holzbriketts ökologisch eigentlich nur dann lohne, wenn die Briketts heimatnah verwertet werden. Briketts aus Russland oder ähnlichen Herkünften einzuführen, mache keinen Sinn. Um die 200 Tonnen Holzbriketts aus seinem Betrieb zu verwerten, will Kindt daher nun ein Vertriebsnetz aufbauen. 

Nachschub aus dem Betrieb, der auf die Planung und den Bau außergewöhnlicher Spielanlagen mit Holzhäusern und Geräten spezialisiert ist, dürfte es auch in Zukunft geben. Für den Bau der Spielgeräte setzt der Betrieb ganz überwiegend Eichenholz aus der Region ein. Die Stämme werden je nach ihrer Krümmung und ihrem Querschnitt eingesetzt, vor der Weiterverarbeitung werden Rinde und Splintholz entfernt, neben Schnittabfall und Sägemehl ebenfalls Ausgangsmaterialien für den Brennstoff – und schon wieder fällt aus der Presse ein Brikett in den Sack.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare