Borkenkäfer vertilgt kompletten Gemeinde-Wald

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So klein sie sind, die Borkenkäfer, so groß ist der Schaden, den sie anrichten.

Möhnesee – Die Borkenkäferkalamität betrifft alle Waldeigentümer gleichermaßen, und folglich auch die Gemeinde Möhnesee selbst. 

Der Schnappwald am Südufer besteht eben weitestgehend aus Fichten. Weil wegen der Borkenkäfer befallene Bäume schnell gefällt und aus dem Wald geholt werden sollten, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einer überplanmäßigen Ausgabe zugestimmt. 

Wie die Gemeindeverwaltung berichtete, mussten wegen Sturmschäden und Borkenkäferbefall gemäß den Planungen von 2018 ohnehin 300 Festmeter aus dem Wald geholt werden. Weil sich der Borkenkäfer im Schnappwald jedoch aktuell rasant ausbreitet, könne es bei für den Borkenkäfer günstigen Wetterbedingungen – die Tierchen mögen es sommerlich warm – so weit führen, dass sukzessive der gesamte Fichtenbestand in einer Größenordnung von zirka 10 000 Festmetern befallen wird und eingeschlagen werden muss. 

Nach vorläufigen Einschätzungen des Regionalforstamtes müssten 2019 aber mindestens 2 000 bis 5 000 Festmeter Fichtenholz eingeschlagen und vermarktet werden. Die Kosten für den Holzeinschlag werden für diesen Fall mit 50 000 bis 120 000 Euro angesetzt, demgegenüber ist mit Einnahmen in einer Bandbreite von 63 000 bis 158 000 Euro zu rechnen.

 Die Kosten sind somit durch die Einnahmen gedeckt, aus haushaltstechnischen Gründen ist der Einschlag jedoch als überplanmäßige Ausgabe zu betrachten, die einen entsprechenden Ratsbeschluss erforderte. Bleibt die Frage, wies es danach weitergeht. Einigkeit herrschte im Rat insoweit, dass wieder aufgeforstet werden sollte, aber nicht mit Fichte.

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