Großer Bahnhof für Spielmannszug in Körbecke

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Viele Freunde von Blas- und Spielleutemusik verfolgten den Auftritt der Formationen auf dem Pankratiusplatz. Hier gibt gerade der zweite Stabführer Jens Vorrath das Stock-Zeichen für die letzten Takte des „Lieben“-Marsches.

Körbecke – „Eins-eins-zwei: Eine tolle Nummer!“ So hatte sich einer der Spielleute schon eine passende Überschrift zum Bericht über das Jubiläum ausgedacht.

Weil sie zur Freiwilligen Feuerwehr gehören und die eben bekanntermaßen die 112 als Rufnummer hat, feierten die Spielleute des Körbecker Spielmannszugs ihren 112. Geburtstag ganz groß in der Möhneseehalle und luden sich Freunde aus der Nachbarschaft ein für einen Umzug durchs Dorf und ein Gemeinschaftsspiel auf dem Pankratius-Platz. 

Die Sonne schien recht angenehm, und in zwei Abteilungen marschierten nach dem Körbecker Spielmannszug die Gäste aus Brüllingsen, Hewingsen, Stockum, Völlinghausen, Müllingsen, Belecke und dazu der Blasmusikzug aus Körbecke um kurz vor drei Uhr am Samstagnachmittag auf die Dorfmitte zu: Die einen von der Schützenstraße aus über den Gänsebruch und die Leopoldstraße auf die Hauptstraße, die anderen über Daiwesweg und Brückenstraße und anschließend auf den Pankratiusplatz. Körbeckes neuer Tambourmajor Ansgar Sommer dirigierte zunächst den „Kronprinzen“, sein Stellvertreter Jens Vorrath danach den Marsch „Das Lieben bringt groß‘ Freud‘“ – beides begleitet vom Beifall der Gäste und Offiziellen von Verwaltung, Feuerwehr und Vereinen. Vielleicht hätten noch mehr Gäste den Ausmarsch der Musiker verfolgt – aber ringsum war viel los am Wochenende, nicht zuletzt beim Bördetag in Soest.

 Zurück in der Halle gab es die bei Musikertreffen üblichen „Bühnenstücke“: Jede Formation stellt sich mit zwei Titeln vor, der Rest plaudert an der Theke und hört nebenbei auch zu; daneben ist die Kaffee- und Kuchentheke stets ein Anziehungspunkt. Der Nachwuchs aus allen Spielmannszügen hatte sich derweil zurückgezogenen in die Klause: Jens Vorrath übte mit den jungen Leuten „Himmelblaue Augen“ und den „Marsch um 1700“ ein, man kennt ihn auch als „Alten Fritz“ – der gemeinsame Nachwuchs-Auftritt war als großes Finale der Bühnenstücke geplant und kam bestens an. 

Wer nach dieser klingenden Geburtstagsfeier Lust verspürt, selber ein Instrument zu erlernen, ist eingeladen, sich bei den jeweiligen musikalischen Leitern in den Orten zu informieren. In regelmäßigen Abständen bietet zudem die gemeideweite Ausbildungs-Gemeinschaft der Spielmannszüge einen Schnuppertag für interessierte Kinder und Jugendliche und deren Eltern an. Nachwuchs gebrauchen können ebenfalls laufend die Gruppen der Jugendfeuerwehr in der Gemeinde: Die Freiwillige Feuerwehr präsentierte sich und ihre Nachwuchsarbeit draußen auf dem Schützenhof und brauchte sich über Langeweile nicht zu beklagen: Knallrote Autos und dazu das Löscher-Spiel mit der Kübelspritze haben stets ihre Anziehungskraft.

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