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Nach mehr als 40 Jahren: Neue Kläranlage für den Ferienpark Wilhelmsruh

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Von: Peter Dahm

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Neue Kläranlage für Wilhelmsruh
Dieter Fittinghoff geht davon aus, dass die Anlage voraussichtlich in der zweiten Dezemberwoche an das Abwassersystem der Siedlung angeschlossen wird. © Dahm

Der Ferienpark Wilhelmsruh bekommt eine neue Kläranlage. Seit ihrer Gründung betreibt die Siedlung aufgrund der abgeschiedenen Lage im Hevetal ein eigenes Werk. 1975 wurde die biologische Drei-Kammeranlage in Betrieb genommen.

Neuhaus – In der alten Anlage wird nach Trennung der Feststoffe mit Hilfe von Bakterien und Sauerstoffanreicherung das Wasser vorgereinigt. Dann wird das Abwasser über Rieselfelder weiter geklärt und abschließend über einen Graben in die Heve geleitet.

Die bisherige Anlage ist jedoch sehr zeitaufwendig, was den Betrieb angeht. Täglich muss nachgeschaut und gegebenenfalls nachgeregelt werden. Der Klärschlamm wird in regelmäßigen Abständen abgeholt. Trotz des recht problemlosen Betriebs über viele Jahrzehnte entschloss sich die Eigentümergemeinschaft nun, in eine neue Kläranlage zu investieren, da der Aufwand für eine Sanierung der bestehenden Anlage zu groß ist. Auch kann die alte Anlage zukünftige Anforderungen der Abwasseraufbereitung nicht mehr erfüllen.

Um Platz für das neue Klärwerk zu schaffen, wurde im Bereich der alten Anlage eine Baugrube ausgehoben. Darin wurden per Kran die bis zu acht Meter langen Kunststoff-Tanks aufgestellt, in denen bereits die Technik der neuen Kläranlage eingebaut ist. In den nächsten Tagen werden die Behälter mit Rohrleitungen miteinander verbunden. Der Verbund der einzelnen Tanks ergibt dann eine moderne Kläranlage. Diese wird voraussichtlich in der zweiten Dezemberwoche an das Abwassersystem der Siedlung angeschlossen, sodass ein nahtloser Übergang zwischen alter und neuer Anlage gewährleistet ist. „Damit ist dann die Entsorgung für die 220 Häuser der Feriensiedlung für die nächsten 20 Jahre sichergestellt“, sagt der Geschäftsführer der Erholungspark Wilhelmsruh GmbH & Co. KG, Dieter Fittinghoff.

Der Vorteil der neuen Anlage ist zum einen die bessere Wasserqualität nach der Reinigung. Zum anderen kann die Überwachung per Ferndiagnose erfolgen.

Das Trinkwasser bezieht die Siedlung seit 2016 von der Lörmecke GmbH, die damals eine Trinkwasserleitung nach Neuhaus gelegt hatte. Vorher förderte die Siedlung ihr Trinkwasser aus eigenen Brunnen.

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