Die Erweiterung der Solaranlagen auf der Deponie bei Berlingsen ist abgeschlossen

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Aus der Luft sieht man das Ausmaß der Solarpark-Baustelle auf der Deponie.

Möhnesee - Die Erweiterung der Fotovoltaikanlage auf dem Gelände der Bodendeponie ist fertig gestellt. Am Donnerstag wurde die Anlage in Betrieb genommen.

Ans Netz ist sie allerdings noch nicht angeschlossen. Über einen Kilometer lang erstrecken sich die Sonnenkollektoren über die Erhebung der Deponie. 

Eine Leistung von 3.3 Megawatt soll die Anlage pro Jahr erwirtschaften. In nur fünf Wochen hat die Firma Sonnenexpert aus Rostock die Kollektoren aufgebaut. 

Rund 3,5 Millionen Euro hat das Projekt gekostet. Die Sparkasse Soest hat rund drei Millionen Euro beigesteuert. 

Im Februar werden die Kollektoren ans Stromnetz angeschlossen. Dadurch, dass sie aber schon vor dem Jahreswechsel in Betrieb genommen wurde, profitieren die Betreiber noch von dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG). 

Dieses sichert ihnen zu, den produzierten Strom der Anlage für die nächsten 20 Jahre zu einer festen Vergütung ans Stromnetz abzugeben. Bis zum Netzanschluss im Februar läuft die Anlage gewissermaßen im „Leerlauf“, ist also schon voll funktionsfähig. 

Insgesamt stehen auf der Deponie nun auf einer Fläche von zehn Hektar Sonnenkollektoren. Insgesamt werden hier in Zukunft 6.1 Megawatt produziert. 

Die neue Anlage wird von der Barnhausen Gruppe und dem Solarpark Möhnesee betrieben. Ferdinand Barnhausen gehört das Grundstück, auf dem die Anlage entstand und er könnte sich in Zukunft weitere Projekte für saubere Energie vorstellen. 

Fürs Erste aber sind die Arbeiten abgeschlossen. „Zwischen den ersten beiden Ausbaustufen der Anlage lagen fünf Jahre“, sagt Markus Burghardt, von der Firma Weidbusch, deren Tochter die Solarpark Möhnesee GmbH ist. 

Neben der Solarenergie ist der Standort auf der Deponie auch für die Energiegewinnung aus Windkraftanlagen interessant. „Immerhin weht hier oben immer Wind“, lacht Barnhausen. 

Doch dieses Thema wird in der Gemeinde schon seit Jahren diskutiert, ohne dass eine Einigung in Sicht wäre. Das Areal der Deponie liegt nämlich außerhalb der Vorrangzonen und die Neuausweisung der Windkraftvorrangflächen wäre nur unter großem Aufwand möglich.

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