Nachlass der Stiftung vermacht

Ehepaar Stichmann: Wohltätig weit über den Tod hinaus

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Wilfried Stichmann und Ursula Stichmann-Marny lassen ihren Nachlass seit ihrem Tod über eine Stiftung verwalten.

Möhnesee – Die Bezüge als ordentlicher Professor an der TU Dortmund und die Honorare für die vielen Bücher, die sich wie die Tier- und Pflanzenführer im Kosmos-Verlag oft geradezu wie Bestseller verkauften: Durch ihr Wirken hat es das Ehepaar Ursula und Wilfried Stichmann zu erheblichem Wohlstand gebracht.

Nach dem Tod des weithin bekannten Biologieprofessors am 2. April fragen sich deshalb viele, was aus dem Nachlass wird. Zumal den Eheleuten, sehr zu ihrem eigenen Bedauern, keine eigenen Kinder vergönnt waren. 

Das Ehepaar hatte jedoch vorgesorgt und noch zu Lebzeiten bereits eine Stiftung gegründet, über die der Nachlass verwaltet wird. Gemäß dem Testament von Professor Stichmann wurde das komplette Vermögen dieser Stiftung vermacht, berichtet Monika Quenkert, die dem Ehepaar sehr nahe stand und die mit weiteren Personen mit der Verwaltung des Nachlasses betraut ist. Zum Nachlass gehört selbstverständlich auch das Wohnhaus in Körbecke, das nach der Erstellung eines Gutachtens veräußert werden soll. Anschließend geht auch dieser Erlös in die Stiftung ein. 

Zum Tod von Ursula Stichmann-Marny

Festgelegt haben die beiden Erblasser, dass die „Ursula und Wilfried Stichmann Stiftung“ ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Aktivitäten im Sinne „Steuerbegünstigter Zwecke“ nach der Abgabenordnung fördern soll. Mit den finanziellen Mitteln der Stiftung sollen Projekte für hilfsbedürftige Personen, vor allem Kinder in den Hunger- und Armutsregionen der Erde, unterstützt werden. 

Konkret sollen die Erträge aus dem Stiftungskapital daher vier Einrichtungen zugeleitet werden, berichtet Monika Quenkert. Dies sind Archemed, das Hammer Forum, die Jürgen-Wahn-Stiftung sowie das Katholische Forum Dortmund, und zwar in diesem Fall ausschließlich zur Unterstützung der Pallottiner Mission zur Förderung der Straßenkinder in Howick (Südafrika) durch den Verein Angels Care. 

Keine Angabe zur Höhe des Stiftungskapitals 

Wie bei Stiftungen üblich, werden die Mittel zur Erfüllung des Stiftungszwecks aus den Erträgen des Stiftungsvermögens, aus freiwilligen Spenden sowie aus Zustiftungen weiterer Personen erwirtschaftet. Zur Höhe des Stiftungskapitals wollte sich Monika Quenkert nicht äußern. Die aktuelle Niedrig-Zins-Phase macht das Erwirtschaften von Erträgen nicht einfach, aber diese Phase wird auch wieder enden, und klar ist mit der Stiftung, dass das Ehepaar Stichmann auf diese Weise weit über den Tod hinaus wohltätig wirken wird.

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