DorV-Laden in Völlinghausen soll weiterleben

Der DorV-Laden soll die Versorgung vor Ort für Völlinghausen sichern. Allerdings ist angesichts der Insolvenz eine Schärfung des Angebots erforderlich.
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Der DorV-Laden soll die Versorgung vor Ort für Völlinghausen sichern. Allerdings ist angesichts der Insolvenz eine Schärfung des Angebots erforderlich.

VÖLLINGHAUSEN -  Aufbruchstimmung statt Resignation herrscht im DorV-Zentrum Völlinghausen. Auf der letzten Versammlung des Trägervereins des DorV-Zentrums hat sich eine 15-köpfige Interessengemeinschaft zusammengefunden, die aktiv daran arbeitet, dem DorV-Laden in Völlinghausen eine Zukunft zu geben.

„Das Ziel der Interessengemeinschaft ist es, eine langfristige Perspektive für den DorV-Laden zu schaffen. Klar, das bekommen wir nicht von heute auf morgen hin, aber wir sind sehr zuversichtlich. Unser DorV soll weiterleben“, so Claus-Michael Honsel während der zweiten Arbeitsrunde der Interessengemeinschaft.

Es wurden innerhalb der Interessengemeinschaft mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit unterschiedlichen Themen beschäftigen. Die einzelnen Arbeitsgruppen verstehen sich als Beratergruppen, die Ideen für die Bereiche Finanzierung, Ladengestaltung, Sortimentsgestaltung, Marketing und Verkauf, Einkauf und Human Ressources entwickeln, sodass die Arbeitsbelastung, die die bisherigen Geschäftsführer Friedhelm Linnhoff und Rainer Norbisrath mit viel Einsatz gemeistert haben, auf mehrere Schultern verteilt werde. Der Teamgedanke werde dabei die entscheidende Rolle zum Erfolg spielen, hieß es. Auf diese Weise würden mögliche zukünftige Geschäftsführer auf die Unterstützung der Interessengemeinschaft zählen können.

Umfrage zeigte großes Interesse der Bürger

Auch eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter den Völlinghauser Dorfbewohnern hat ergeben, dass großes Interesse am Fortbestand des DorV-Zentrums besteht. Die Verantwortlichen sind sich sicher: „Es wird nicht einfach werden, die momentan angespannte finanzielle Situation in den Griff zu bekommen, aber es gibt bereits Vorschläge und Überlegungen, um die entstandenen Probleme zu lösen.“

Momentan besuchen durchschnittlich etwa 120 Kunden täglich das Geschäft. Auf Basis dieser Kunden muss ein Konzept aufgezeigt werden, das dem DorV-Zentrum eine stabile Ergebnissituation, verbunden mit einer interessanten Angebotspalette bietet. Ziel ist es, den Kunden eine Einkaufsatmosphäre zu bieten, die die Kunden gerne in das DorV-Zentrum kommen lässt. Wie berichtet, waren als Marschroute 200 Kunden pro Woche angegeben worden, die für je 35 Euro einkaufen müssen, damit der Laden Bestand haben kann.

Pünktlich zum Beginn des Jahres ist das Insolvenzverfahren eröffnet und Florens von Bockum-Dolffs zum Insolvenzverwalter bestellt worden. Gemeinsam mit den Arbeitsgruppen arbeitet Bockum-Dolffs an einer Lösung und ist guter Dinge, diese zeitnah zu finden.

Eins ist allen klar: Das DorV-Zentrum ist nicht nur wichtig, um den Einwohnern eine ortsnahe Versorgung mit Lebensmitteln zu bieten, für viele bedeutet es auch Treffpunkt, Kommunikation und Begegnung. „Ein zentraler Treffpunkt ist immens wichtig für ein aktives Dorfleben, welches in Völlinghausen durchaus besteht. Aus wirtschaftlicher Sicht kann die Existenz des DorV-Zentrums ein Grund sein, eine Immobilie zu kaufen und die Preise hierfür stabil zu halten“, so die Verantwortlichen.

Mitte Januar erste Ergebnisse erwartet

„In den nächsten Tagen werden wir weiter an den einzelnen Punkten arbeiten und mit dem Insolvenzverwalter Florens von Bockum-Dolffs sprechen. Mitte Januar können wir die ersten Arbeitsergebnisse aus den Gruppen vorstellen“, so Honsel. - bL

Das nächste Arbeitstreffen der Interessengemeinschaft findet am 16. Januar um 19 Uhr im Gemeinderaum der Evangelischen Kirche in Völlinghausen statt.

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