Fortbildung

Versunkenes Auto, Sprengstoff am Ausflugsschiff: Bundespolizei übt spektakuläre Einsätze im Möhnesee

Die Taucher der Bundespolizei probten im Möhnesee.
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Die Taucher der Bundespolizei probten im Möhnesee.

Der Möhnesee war in den vergangenen vier Tagen Ort für spektakuläre Einsätze, zum Glück nur zur Übung: Polizeitaucher der Bundespolizei, Abteilung St. Augustin, erhielten am See eine viertägige Fortbildung. 13 Taucher waren vor Ort, zusammen mit Tauchrettungssanitätern und Logistikstab war das Team 29 Köpfe stark.

Möhnesee - Untergekommen war die Truppe in der Jugendherberge. Jeden Tag wurde ein anderes Szenario durchgespielt: Am Montag mussten die Taucher ein versunkenes Auto bergen. „Der Wagen war natürlich präpariert, von innen und außen von Ölen und Lösungsmitteln gereinigt“, erklärt Oliver Schäfer von der Bundespolizei. Mit Seilwinde und Polizeikran galt es, das Auto aus dem Wasser zu holen.

Viermal im Jahr nehmen die Taucher an solchen Fortbildungsmodulen teil. Der Dienstag war nicht weniger spektakulär: Bei Dunkelheit entfernten die Taucher eine Sprengvorrichtung, die an einem Ausflugsschiff angebracht war – natürlich nur eine Atrappe. „Es galt, das Tun auch zu dokumentieren“, so Schäfer. Am Mittwoch hatte ein vermeintlicher Täter eine fiktive Pistole in den See geworfen, die gefunden werden musste.

Gleichzeitig hatten die Taucher die Aufgabe, ein Ölfass zu finden, das ebenfalls gereinigt und mit Sägespänen gefüllt war. Zudem war eine Dekontaminationsanlage aufgebaut und die Taucher mussten sich von chemischen und biologischen Stoffen reinigen. Am gestrigen Donnerstag stand eine vermisste Kanubesatzung im Fokus. Dummies mussten aus dem See gerettet werden.

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