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Event-Veranstalter sind zufrieden

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Von: Astrid Gunnemann

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Die Saison am Möhnesee ist für die Boote zu Ende  auch die Firma Höcker hat die Segelboote aus dem See geholt.
Die Saison am Möhnesee ist für die Boote zu Ende auch die Firma Höcker hat die Segelboote aus dem See geholt. © Peter Dahm


Inzwischen ist bereits der zweite Sommer mit Corona-Einschränkungen ins Land gegangen. Auch für die Event-Veranstalter der Touristik-Gemeinde Möhnesee ist die Krise mit Lockdown und Einschränkungen nicht ohne Folgen geblieben.

Möhnesee - Christian Becker von Becker-Events aus Ellingsen sagt dennoch: „Im Großen Ganzen sind wir gut durch die Krise gekommen.“ Im Mai 2020 sowie im Mai 2021 durfte der Betrieb – passend zum Beginn des Sommers – unter Auflagen wieder öffnen. Weil der Verleih von Elektro- und Tretbooten aber nicht unter die Coronaschutzverordnung fiel, durfte Becker durchgängig weiterhin Boote am Steg im Seepark in Körbecke an Einzelpersonen, Paare und Familien vermieten.

„Das war für uns in dieser Situation natürlich prima“, so Becker. Anders als beispielsweise in der Gastronomie sind Beckers Mitarbeiter, die wegen des Lockdowns keine Arbeit mehr hatten, zügig zum Betrieb zurückgekehrt. Auch ein weiteres Standbein, die Fahrten von Menschen mit Behinderungen morgens und nachmittags, die während der kompletten Coronakrise durchliefen, führten dazu, dass Becker die negativen Folgen der Pandemie einigermaßen gut abfedern konnte.

Gruppen: Zusammen Floß bauen, klettern und Bogenschießen

Erst im Sommer ab Juni buchten dann wieder Gruppen ein Event. Ob Teams ein Floß bauen, gemeinsam Kanu fahren, Klettern oder Bogenschießen – ab Juni lief es wieder an. „Der Anfang war allerdings verhalten“, räumt Becker ein. Die Buchungen kamen vorsichtig.

Becker hat die Vielzahl der Events dann auch zurückgeschraubt, aus dem folgenden Grund: 2019 habe der Eventbetrieb voll durchgepowert, „doch durch Corona wird man nachdenklich“, sagt Becker. 2019 sei zu viel gewesen, sodass man nun nicht mehr so viele Veranstaltungen anbieten, dafür aber die Qualität verfeinern möchte. So möchte Becker keine Parallelgruppen mehr, sondern nur noch einzelne Gruppen, die auf dem Hof etwa in der Kletterhalle klettern oder in der Bogenschießhalle schießen. Becker: „Corona hat die Erkenntnis gebracht, dass es auch langsamer geht.“

Komplett weggefallen seien die GPS- oder Kompasstouren im Wald. Das habe allerdings nichts mit Corona als mit der Tatsache zu tun, das der Wald faktisch weg sei. Der Wald habe sich komplett verändert, man wisse auch nie, wo gerade der Harvester unterwegs sei. Unter diesen Umständen könne er die Navi-Touren im Wald nicht mehr anbieten.

Viele Firmen aus dem Umkreis von rund 100 Kilometern buchen Kurse zur Teambildung in Ellingsen, auch im Winter wird das Angebot indoor weitergeführt.

Auch Sven Höcker, der am Südufer einen Bootsverleih, eine Segelschule und Gruppenevents anbietet, registrierte mit dem Beginn der Sommerferien eine erhöhte Nachfrage von zunächst noch kleinen Gruppen. „Die Nachfrage war nach dem Ende des Lockdowns schnell wieder da und ist stetig gewachsen“, sagt Sven Höcker. In dieser Woche werden die letzten Boote aus dem Wasser geholt. Bootsverleih und Segelschule seien in diesem Jahr mit Verspätung gestartet, dann aber gut gelaufen. Die Sorge vieler Menschen, sich mit Corona anzustecken, ist draußen auf dem Wasser und an frischer Luft geringer.

Dass die Jugendherbergen und Schullandheime über eine lange Zeit komplett geschlossen waren, hat die Firma Höcker zu spüren bekommen. Finden in normalen Zeiten Kooperationen mit den Jugendherbergen über mehrere Tage statt – die Teams können Schnuppersegeln, Floßbau, Bogenschießen und mehr buchen – so fiel dies in diesem Sommer weitgehend aus. Höcker: „Im Jahr 2020 war keine einzige Schulklasse hier, in diesem Jahr gerade mal zwei, in der Regel sind es 20 Klassen.“ Für das kommende Jahr 2022 hat Höcker schon viele Buchungen auf dem Zettel.

Für die Abteilung Events sei die Corona-Zeit für die Firma Höcker eine harte gewesen, doch die Abteilung Bootsverleih und Segelschule seien gut durch die Zeit gekommen, so Höcker. Ihm sei aufgefallen, dass die Segelschüler in diesem Sommer viel öfter am See und in den Booten gewesen seien, als sonst üblich. Die Segelschüler können sich ihre Stunden bis zur Prüfung selber einteilen. Auch über den Winter hat Höcker zu tun, denn dann machen die Leute, die einen Motorbootführer

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