Warnung vor Besucheransturm zu deutlich?

Schnee-Tourismus am Möhnesee: Gastronomen hatten sich mehr Umsatz erhofft

Keine Parkplätze am Möhnesee: Diese Schilder sollen bei zu großem Besucheransturm warnen.
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Keine Parkplätze am Möhnesee: Diese Schilder sollen bei zu großem Besucheransturm warnen. Dass sie am Wochenende generell aufgehängt waren, fand nicht jeder gut.

Möhnesee – Bleibt bloß weg: Die auf diese Weise überspitzt formulierte Mahnungen von Bürgermeisterin Maria Moritz, auf einen Besuch am Möhnesee zu verzichten, sollte nicht generell gelten, sondern nur angesichts des vergangenen Wochenendes mit schönstem Winterwetter. Dennoch bekamen manche die Mahnung in den falschen Hals - und danach einen dicken dazu. 

Das galt auch für Gastronomen, die am Wochenende mit To-go-Angeboten in den harten Corona-Zeiten ein bisschen Umsatz erhofften. Meinolf Griese, Vorsitzender der Dehoga im Kreis Soest, bestätigte, dass die Warnung vermutlich Wirkung zeigte. Im Hotel Haus Griese sei das vorbereitete To-go-Geschäft mit Waffeln in der Tat etwas mau gewesen. Gleichwohl nahm Griese die Bürgermeisterin in Schutz: „Ich habe volles Verständnis für meine Kollegen, aber Frau Moritz hatte da sicher was anderes im Sinn.“

Maria Moritz bekräftigte, es sei ihr allein um die Sorge gegangen, dass ein übermäßiger Besucheransturm wegen der Corona-Bestimmungen Probleme bereiten könnte. „Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass wir bald wieder normale Zustände haben, gerade das ist auch für die Gastronomen wichtig.“

Schnee-Tourismus am Möhnesee: „Keine freien Parkplätze“

Bei einem weiteren Kritikpunkt warb sie ebenfalls um Verständnis. Am Wochenende waren an vielen Zufahrtsstraßen Schilder aufgestellt mit der Botschaft, es gebe keine freien Parkplätze, was durchaus nicht der Fall war. Als Frechheit empfand selbst mancher Einwohner diese Hinweise. Moritz berichtete, es sei lange über diese Aktion beraten worden.

Eigentlich seien die Hinweise erst aufzustellen, wenn die Parkplätze tatsächlich belegt sind, um zu verhindern, dass Rettungswege und Einfahrten zugeparkt werden. Weil der Bauhof am Wochenende jedoch mit dem Winterdienst ausgelastet war, sei das Aufstellen erst bei Bedarf nicht möglich gewesen.

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