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Die „Alten Säcke“ lassen das Schweinchen im Boulodrom fliegen

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Von: Thomas Brüggestraße

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Die Alten Säcke boulen im Seepark in Körbecke
Willkommen beim „Club der Alten Säcke“, willkommen zu einer Partie „Boule“ im Seepark: Immer am Montagnachmittag fliegt erst das „Schweinchen“, eine kleine Kugel, die als Ziel dient. Anschließend werden schwungvoll-elegant die Stahlkugeln zweier Mannschaften geworfen, und es gewinnt, wer die meisten eigenen Kugeln am nächsten am Schweinchen liegen hat. © THOMAS BRUEGGESTRASSE

Willkommen beim „Club der Alten Säcke“, willkommen zu einer Partie „Boule“ im Seepark: Immer am Montagnachmittag fliegt erst das „Schweinchen“, eine kleine Kugel, die als Ziel dient. Anschließend werden schwungvoll-elegant die Stahlkugeln zweier Mannschaften geworfen, und es gewinnt, wer die meisten eigenen Kugeln am nächsten am Schweinchen liegen hat.

Körbecke – Gespielt wird auf der in Waage angelegten und mit Kantensteinen eingefassten 15 mal 4 Meter großen Spielfläche an der Seetreppe in Körbecke – und mit einem herrlichen Blick aufs „Westfälische Meer“. Ins Auge fällt beim Gruppenbild mit den „Alten Säcken“ auch die Grünsandsteinstele, die Gregor Schulte aus Büecke als eine von zweien zur steten Feier der Partnerschaft zwischen Möhnesee und dem französischen Wintzenheim geschaffen hat.

„Der Ausblick ist einzigartig – die Anlage ist mit dieser Lage sicher einzigartig in der Region, wenn nicht sogar im ganzen Land“, vermuten die beiden Vorsitzenden Ingo Nickel und Hans Jungmann vom „Club der alten Säcke.“

Die Anlage in genau diesem Umfeld, an genau dieser Stelle, sie stehe für Freundschaft und Lebensfreude, ein Stückchen „Savoir vivre“, um das man die Franzosen so beneide: Die wissen zu leben, heißt es nicht so? „Einen schönen Rotwein, Käse und Brot dazu, schönes Wetter, gute Laune – und dann eine gepflegte Partie Boule mit Blick auf den See: Schöner geht‘s nicht.“

Hans Jungmann ergänzt: „Als wir mit der Idee für eine Boule-Bahn auf die Gemeinde zugegangen sind, da wollten wir nicht irgendwo im Verborgenen für uns spielen, sondern da, wo die Leute sind, da, wo Sitzgelegenheiten sind, wo man einfach entspannt zuschauen kann, wo auch Gastronomie und weitere Angebote drumherum sind. Und da, wo schöne Bäume Schatten spenden, wo es sich gut aushalten lässt.“

Jungmann unterstreicht: „Die Alten Säcke haben sich starkgemacht für das ,Boulodrom‘. Die Anlage ist etwas für alle. Jeder darf hier spielen. Die Regeln und alle Details werden auf einer großen Tafel neben der Bahn erläutert – die Gestaltung ist von der Körbecker Grafikerin Dorothee Reichenberger. Sie hat unsere Ideen in ihrem Wimmelbild-Stil umgesetzt. Eine wirklich gelungene Sache.“

2018 im Herbst wurde die Anlage eingeweiht. Die „Boule-Ladys“, die Kfd-Frauengruppe, der „Club der alten Säcke“ und die „Boulisten“ sind aktuell regelmäßig auf der Bahn. Hans Jungmann und Ingo Nickel laden ein, sich selber auszuprobieren: „Die Bahn ist für alle gedacht, die spielen möchten. Das Spiel mit eigenen Kugeln ist kostenlos – weitere Informationen bekommt man bei der Touristik im Rathaus.“

Einen großen Wunsch haben die „Alten Säcke“: Eine gepflegte Partie zwischen den Boule-Freunden aus Möhnesee und Boule-Freunden aus Wintzenheim, wenn die Franzosen das nächste Mal wieder in Möhnesee zu Gast sind. Hans Jungmann: „Das wär was.“

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