KKG stellt auch Adju vor

"Dai Lümmels" an der Macht: Körbecke hat einen neuen Prinzen

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„Dai Lümmels“ stürmen ab jetzt durch die Session: Marc Gröne (mit Jöppel) ist neuer Prinz, Wigbert Schockenhoff (links daneben) sein „Adju“. Mit ihnen freuen sich KKG-Chef Aloys Koch, Vorjahres-Adju Alexander „Schmolli“ Schmolke, Vorjahres-Prinz Roman I. Aßhoff und KKG-Präsident Thorsten Koerdt (von links).

Körbecke – Jetzt sind „Dai Lümmels“ endlich an der Macht: Marc Gröne (36) ist neuer Prinz Karneval, Wigbert Schockenhoff (35) sein „Adju“ – und alles wartet noch sehnsüchtig darauf, wer wohl Prinzessin wird im Herzen von Westfalen.

Aber das bleibt noch ein paar Tage lang streng geheim – wenn alles gut geht: Prinzessinnenproklamation der Körbecker Karnevalsgesellschaft (KKG) ist am nächsten Samstag in der Möhneseehalle. Der Spaß beginnt um 19.11 Uhr, Karten gibt es im „Griffelkasten“ und im Kiosk Herrmann. 

Wer sind die beiden Neuen, die sich am Freitagabend dem versammelten Narrenvolk im Haus des Gastes vorgestellt haben? Die beiden Freunde kennen sich schon seit der gemeinsamen Zeit in der „Sonnenschein-Gruppe“ im Kindergarten, und der Sonnenschein scheint Programm geblieben zu sein bei den beiden Karnevalisten. 

Marc Gröne stand bereits als Dreikäsehoch mit einer Tanzgarde auf der Bühne, 1990 war das, und er beeindruckte als quirliger Kapitän. Drei Jahre später startete er mit Ellen Hartung durch: Die beiden verzauberten neun Jahre lang als Solo-Tanzpaar nicht nur das Publikum in Körbecke, sondern ernteten auch beim damals noch grandios-aufwändigen Programm der „Lachenden Stadthalle“ Beifallsstürme. 

Seit 1995 macht der Prinz auch dicke Backen: Mit Tenorhorn und Tuba ist er beliebte Frohnatur beim Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, und seine Fans lieben ebenso seine Auftritte mit den „Los Rocko’s“, der Haus- und Hofband der Karnevalisten – dort spielt der „Lümmel“ E-Bass. 

Die aktuelle Prinzessin

Wigbert Schockenhoff stammt aus besonders jeckem Hause: Vater Werner war 1979 Prinz, Mutter Elisabeth 1994 Prinzessin, und als Baumeister hat sich der neue „Adju“ ebenfalls schon verdient gemacht – zumindest hat er den Speis für die Westwand angemischt, als die Jöppelhalle errichtet wurde, so haben es die Chronisten der KKG aufgeschrieben. Im Karneval schlüpfte er schon in viele Rollen: Als Schlumpf, als bunter Vogel, als Holländer, Zwerg und als Tetris-Figur – Eingeweihte wissen: Der Mann ist Dentist und gehört zusammen mit den Gebrüdern Lahme zu den „Heiligen Drei Zahnärzten“, die viele Jahre von Bauwagen zu Bauwagen zogen, um die Truppen zu besuchen. 

Zusammen gehören Prinz und Adju zur Wagenbauertruppe „Dai Lümmels“ – der Karnevals-Neuling muss hier wissen: In Körbecke lebt der Karneval genau von diesen Truppen, die sich jedes Jahr viel Unsinn für den Umzug am Karnevalsdienstag einfallen lassen. 

Bei den „Lümmels“, die in diesem Jahr 20-Jähriges feiern, sind die Jungspunde von einst heute nicht mehr nur in Körbecke zuhause: Ein Lümmel lebt inzwischen mit seiner Familie in Melbourne in Australien. Zumindest über das Internet dürfte er verfolgen, wie der Rest der Truppe jetzt durch die Session stürmt.

Neuer Zugführer

Was Prinz und Adju noch verbindet? 2004 stolzierten beide als Traditionsfiguren durch die „Spraddelköppe-Session“: Gröne war Bär, Schockenhoff der Bärenlaier. „Die beiden haben’s drauf“, sind sich auch zwei „Hannebummels“ einig: Roman Aßhoff gab Jöppel, Kette und die Kappe mit der großen Feder weiter an den Nachfolger, Vorjahres-Adju Alexander Schmolke führt künftig als neuer KKG-Zugführer Regie bei allen Aufmärschen.

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