Abstrichaktion am Mittwoch

Klasse muss in Quarantäne: Gravierende Auswirkungen nach Corona-Fall an Grundschule

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Eine Klasse der Grundschule in Körbecke musste wegen eines Corona-Falls in Quarantäne geschickt werden.

Die schlechte Nachricht erreichte Schulleiter Krischan Föckeler am Wochenende, die Reaktion gab es dann am Montag: Weil ein Grundschulkind am Standort Körbecke mit dem Coronavirus infiziert ist, ordnete das Gesundheitsamt des Kreises die sofortige Quarantäne an.

Möhnesee-Körbecke -  Das gilt für Mitschüler und zwei Lehrerinnen an, die mit dem Kind, das bislang keine Krankheitssymptome gezeigt hatte, in mehr oder weniger engem Kontakt gewesen waren.

Nach Hause geschickt wurden neben den zwei Lehrerinnen und den Klassenkameraden des betroffenen Kindes, zu dem Föckeler am Dienstag keine weiteren Angaben machen wollte, auch acht weitere Schüler aus einer anderen Schulklasse. Die hatten gemeinsam mit dem infizierten Kind an einer gemischten Religionsgruppe teilgenommen. Die anderen Kinder aus dieser zweiten Klasse können aber bislang in Absprache mit dem Gesundheitsamt unverändert am Präsenzunterricht teilnehmen.

Zwei Lehrerinnen betroffen

Zunächst einmal war der Schulleiter erleichtert darüber, dass es dem mit dem Virus infizierten Kind gut geht. „Hoffen wir, dass dies so bleibt!“, schrieb er in einer Mitteilung an die Eltern auf der Internetseite des Möhneseer Grundschulverbundes. Einige der durch die angeordnete Quarantäne ausgelösten Folgen für den Schulbetrieb beschrieb Föckeler gegenüber dem Anzeiger. Die Situation werde nicht zuletzt dadurch verkompliziert, dass das Kollegium normalerweise an allen drei Standorten, neben Körbecke auch Völlinghausen und Günne, im Einsatz sei. 

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Um eine unerwünschte Durchmischung mit der Gefahr weiterer Ansteckungen und damit auch umfassenderer Quarantänemaßnahmen zu vermeiden, würden, so Föckeler, bis auf Weiteres keine Lehrer mehr an mehreren Standorten eingesetzt. In Körbecke wird es mit der selben Begründung vorerst auch keinen klassenübergreifenden Religionsunterricht geben. 

Für die Schüler, die von der Quarantäne betroffen sind, werden nach Angaben des Schulleiters Unterrichtsmaterialien bereit gestellt. Diese Kinder würden selbstverständlich während der Quarantänezeit auch von Lehrkräften betreut - so gut das aus der Distanz eben geht. 

Tests sollen Klarheit bringen

Über den weiteren Verlauf der Quarantäne, und damit auch über die eventuelle Notwendigkeit weiterer Maßnahmen, dürfte es erst in den nächsten Tagen Klarheit geben: Zunächst werden am Mittwoch alle betroffenen Schüler und Lehrer auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus getestet.

Erst wenige Tage nach dem Schulstart nach den Sommerferien war der Kreis wegen Corona-Verdachtsfällen an vier Soester Schulen alarmiert.

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