Jetzt auch im Wildpark

Coronavirus in Möhnesee: Gemeinde verschärft Maskenpflicht - Sieben Fälle im Rathaus

Bürgermeisterin Maria Moritz will die Corona-Lage schnell in den Griff bekommen.
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Bürgermeisterin Maria Moritz will die Corona-Lage schnell in den Griff bekommen.

Die Maskenpflicht in der Gemeinde Möhnesee wird schärfer. Von den neuen Regeln sind viele beliebte Orte betroffen. Und auch das Rathaus bleibt von Corona nicht verschont.

Möhnesee - Bürgermeisterin Maria Moritz schreibt gerade an einer neuen Allgemeinverfügung für alle: Mund-Nasen-Bedeckung ist jetzt auch in Körbecke auf der Fußgängerbrücke Pflicht, auf der Uferpromenade, auf der Kanzelbrücke und in dem Bereich rundherum, im Wildpark in Völlinghausen.

Neben der Verfügung soll es auch Hinweisschilder geben. „Sicher ist sicher“, sagt Moritz zu der Verschärfung: „Wir sind von Bürgern und von Mitarbeitern des Ordnungsamts auf mögliche Risiken hingewiesen worden, ich selber hab’s mir auch noch einmal persönlich angeschaut. Überall da, wo Treffpunkte sind, wo man mehr als drei, vier Leuten begegnet, wo es schon mal enger werden könnte, da machen wir Mund-Nasen-Schutz zur Pflicht für die nächsten Wochen. Ziel ist es, konsequent die Ansteckungszahlen nach unten zu bekommen, keine neuen Ansteckungen zuzulassen.“

Situation im Rathaus

Wie es im Moment im Rathaus aussieht? Moritz: „Sieben aktuelle Fälle sind in Quarantäne geschickt, drei Damen und vier Herren aus dem Haus sind betroffen, den meisten geht es gut, und ich gehe davon aus und drücke die Daumen, dass wir im Laufe der kommenden Woche alle wieder hier im Einsatz haben, wenn der Amtsarzt noch mal einen Schnelltest gemacht hat.“

Die Entwicklung

Glück im Unglück habe man im Rathaus gehabt, und damit auch in ganz Möhnesee. Moritz: „Wir haben den Anzeiger-Bericht gelesen über die Firma Hitado hier in Dreihausen, die die Schnelltests vertreibt – da haben wir uns natürlich auch sofort eingedeckt und alle im Haus testen lassen. Ist ja eine tolle Sache, wenn man nach 15, 20 Minuten schon ein Ergebnis hat.“ Dem ersten positiven Fall folgten bereits krank geschriebene Mitarbeiter – vorbei war es mit der Positiv-Nachricht, dass Möhnesee mit null Infektionen kreisweit am besten dastehe. „Die Nachverfolgung hat gut funktioniert“, erinnert sich die Bürgermeisterin an die ersten Schrecksekunden: „Wir notieren alle, mit wem wir Kontakt haben – auch privat. Das dient der eigenen Sicherheit und letztlich auch der aller anderen. Das hat uns auch hier geholfen, dass die Sache überschaubar blieb.“

Folgen für die Bürger

Was merken die Bürger im Moment? Maria Moritz: „Termine im Haus machen wir im Moment so gut wie gar nicht – wir verschieben alles noch um ein paar Tage, und die Leute sehen das auch von sich aus ein. Wer von den Mitarbeitern zuhause arbeiten kann, den haben wir nach Hause geschickt, es ist also nicht mehr Hälfte-Hälfte, so wie vorher. Niemand hat bislang verärgert reagiert, es gab kein böses Wort – die Menschen haben Verständnis für die Situation.“

Arbeit der Verwaltung

Der Fachbereich 1, Zentrale Dienste, Ordnung und Soziales, sei von den Ausfällen am meisten betroffen. „Deshalb bricht die Verwaltung aber nicht zusammen, andere im Haus haben ausgeholfen, mit ins Rad gepackt, sie helfen, wo sie nur können – das ist eine ganz tolle Erfahrung und ich bin riesig dankbar dafür“, sagt die Bürgermeisterin: „Ich hatte mir meinen Amtsantritt auch anders vorgestellt, aber jetzt müssen wir alle dadurch – es klappt schon, da bin ich ganz zuversichtlich. Wichtig ist, dass wir alle in Möhnesee erkennen, dass wir es mit unserem Verhalten beeinflussen, wie die Ansteckungszahlen sich entwickeln: Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen, Hände waschen, freiwillig Kontakte einschränken, das bleibt wichtig. Und Maske tragen, es ist machbar – natürlich gibt es Schöneres, aber Sicherheit geht nun mal vor Bequemlichkeit.“

Weihnachten

Wie sie als Bürgermeisterin auf Weihnachten blickt? „Man kann da schlecht was sagen“, findet Moritz: „Wir alle hoffen, dass die Zahlen endlich wieder heruntergehen. Prognosen sind aber schwer, und natürlich weiß ich, dass viele jetzt eine schwierige Situation durchmachen. Natürlich würde ich für die Gastronomie, für die Hotels eine Öffnung wünschen – wir haben doch gute Hygienekonzepte. Aber leider ist der Gesetzgeber da anderer Meinung, und deshalb bleibt nur, uns allen eine gute Gesundheit zu wünschen – das ist das Allerwichtigste im Moment.“

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