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Corona-Kontrollen am Möhnesee: Politik will erst im Mai entscheiden

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Von: Astrid Gunnemann

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Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes aus Lippetal laufen am Ostersonntag an der Seetreppe Streife.
Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes aus Lippetal laufen am Ostersonntag an der Seetreppe Streife. © Thomas Brüggestraße

Die Politik streitet derzeit über mehr Kontrolle der Corona-Regeln am Möhnesee. Eine Entscheidung wurde jetzt aber vorerst aufgeschoben.

Möhnesee – Die Mehrheit im Gemeinderat hat in der Sitzung am Donnerstagabend die von Bürgermeisterin Maria Moritz gewünschte Schaffung von zwei Corona-bedingten und außerplanmäßigen 0,5-Stellen im Ordnungsamt von der Tagesordnung genommen.

CDU-Fraktionsführerin Birgit Honsel argumentierte, der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) habe am 25. März beschlossen, das Thema erst am 6. Mai erneut zu beraten und zu besprechen.

Corona-Regeln am Möhnesee: CDU will warme Tage abwarten

In der HFA-Sitzung vor drei Wochen sei man übereingekommen, sich erst einmal das Geschehen rund um den Möhnesee über Ostern und die ersten schönen und warmen Tage im Frühling genau anzuschauen, bevor man sich für die Schaffung neuer Stellen entscheide. Daran wolle man sich halten, so die CDU.

Bürgermeisterin Maria Moritz wiederum wollte keine weitere Zeit verstreichen lassen. Sie macht sich Sorgen um das Infektionsgeschehen, wenn an schönen Wochenenden trotz Corona wieder Tausende an den See strömen. Die Kräfte des Ordnungsamtes sollten deshalb verstärkt werden. Die beiden 0,5-Stellen sollen bis zum 31. Oktober 2021 befristet sein.

Jetzt berät der HFA im Mai.

Kommentar: „Kostbare Zeit verzaudert“

Von Detlev Stute
Gut Ding will Weile haben. Folglich möchte die Politik am Möhnesee in der Frage der befristeten Stellen zur effektiveren Überprüfung der Corona-Schutzverordnungen offenbar jeden Fehler vermeiden – und macht so erst recht einen.

Denn mit ihrem Vorstoß, das Ordnungsamt zu verstärken, wollte Bürgermeisterin Maria Moritz ihren Beitrag leisten, die auch im Kreis Soest spürbare dritte Infektions-Welle rasch zu brechen. Stattdessen aber zieht es die Ratsmehrheit vor, weiter zu warten und erst in knapp drei Wochen ein Votum herbeiführen. So jedoch verzaudert sie kostbare Zeit.

Bei den Bürgern, auch bei sehr geduldigen, könnte allerdings durch derartiges Handeln der Eindruck erweckt werden, das größte Problem sei nicht die Pandemie, sondern das Personal, das sie bekämpft.

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