Caroline Ebbert (18) absolviert Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana

+
Da geht's hin: Die 18-Jährige Caroline Ebbert wohnt während ihres Einsatzes in der Kleinstadt Zebilla. Das liegt an der Grenze zu Burkina Faso.

Möhnesee -  Ein Jahr auf einem anderen Kontinent verbringen und dort arbeiten: Nach ihrem Abitur hat Caroline Ebbert aus Völlinghausen einen Plan: Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana. Am 13. September begann ihre Reise nach Westafrika, in eine völlig fremde Kultur.

Zunächst flog die Abiturientin nach Marokko und von dort aus in die ghanaische Hauptstadt Accra. Sie wohnt in der Kleinstadt Zebilla, die nahe der Grenze zu Burkina Faso gelegen ist. „Vieles wird erst einmal neu für mich sein. Beispielsweise werde ich in meiner Unterkunft eine Eimerdusche haben – hier kaum vorstellbar“, sagt sie vor ihrer Abreise.

Unterricht in der Dorfschule

In zwei Dörfern nahe Zebilla unterrichtet sie gemeinsam mit einer anderen 18-jährigen Freiwilligen in einer Schule. Dort wollen die beiden eigene, kleine Projekte aufbauen. „Wir werden dort helfen, wo unsere Hilfe am meisten gebraucht wird“, lautet die Einstellung der Abiturientin.

Nachhilfeunterricht in der Schule, auf die Kinder aufpassen und die Menschen im Alltag unterstützen – das und einiges mehr erwartet die Jugendliche. Besonders spannend finde sie das Zusammentreffen so verschiedener Kulturen und Lebensweisen.

In zwei mehrtägigen Seminaren wurde Caroline Ebbert auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet und hat erste Einblicke in den typischen Lebensalltag in Ghana und die kulturellen Besonderheiten vor Ort bekommen. „Vieles wird man sich mit der Zeit aneignen. Aber einige Tipps und Hinweise werden mir die Ankunft im Gastland sicherlich erleichtern. Manche Verhaltensweisen sind in Deutschland beispielsweise einfach nicht geläufig – etwa, dass die linke Hand in Ghana als unrein gilt, weshalb man die meisten Alltagstätigkeiten, etwa das Essen, mit rechts macht.“

In dem Jahr werde sie ihre bisherige Lebensweise stark umstellen müssen, aber genau davon erhofft die 18-Jährige sich, viel zu lernen. Trotz der völlig anderen Lebensbedingungen und der fremden Kultur ist Caroline Ebbert sich sicher, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Sie hofft, dass eine spannende Zeit vor ihr liegt.

Das Freiwillige Soziale Jahr wird von dem Entwicklungshilfeprogramm „Weltwärts“ und der dazugehörigen Entsendeorganisation namens „Kinderhilfe Westafrika“ unterstützt.

Während ihres Aufenthalts schreibt Caroline Ebbert an alle Interessierten Rundbriefe per E-Mail. Jeder, der gerne mehr über ihr Leben in Ghana erfahren möchte, kann die junge Frau unter caroline.ebbert@gmx.de kontaktieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare