Corona-Stellen

Bürgermeisterin macht bei Kontrollen am Möhnesee Tempo

Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes können nicht überall gleichzeitig sein: Kontrollieren sie überwiegend die Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften, leidet die Parkraumüberwachung und umgekehrt.
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Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes können nicht überall gleichzeitig sein: Kontrollieren sie überwiegend die Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften, leidet die Parkraumüberwachung und umgekehrt.

Bürgermeisterin Maria Moritz will nicht weiter warten. Vielmehr unternimmt die Verwaltungschefin einen erneuten Vorstoß zur Corona-bedingten und außerplanmäßigen Schaffung von zwei 0,5-Stellen in der Verwaltung – und zwar nicht erst wie beschlossen in der Hauptausschusssitzung am 6. Mai. Bereits im Rat am Donnerstag sollen die Politiker Farbe bekennen.

Möhnesee – Der Haupt- und Finanzausschuss hatte in seiner Sitzung am 25. März die Schaffung von zwei Corona-bedingten außerplanmäßigen 0,5 Stellen in den nächsten Hauptausschuss am 6. Mai vertagt.

Bürgermeisterin macht Tempo: Das sind ihre Gründe

Zur Begründung wurde angeführt, dass die aktuelle Corona-Entwicklung über das Osterwochenende und das 1. Mai-Wochenende beobachtet werden soll. Doch weitere vier Wochen möchte Maria Moritz vor einer Entscheidung nicht ins Land ziehen lassen. Denn für sie steht fest: „Aufgrund des sich rasant exponentiell entwickelnden Infektionsgeschehens mit der mittlerweile dominierenden erheblich ansteckenderen und auch schwerwiegenderen Coronavirus-Variante B.1.1.7 (britische Variante) ist aus wissenschaftlicher Sicht mit den bisherigen Maßnahmen auch in mittelfristiger Perspektive trotz zunehmenden Fortschrittes der Impfkampagne nicht mit einem signifikanten Abflauen des Infektionsgeschehens zu rechnen.“ So heißt es in der Vorlage für die Politik.

Stattdessen stehe Deutschland nach wissenschaftlicher Einschätzung am Beginn einer massiven dritten Infektionswelle, „die voraussichtlich in ihrer Wucht die zweite Welle erheblich übertreffen wird. Coronaschutzmaßnahmen werden voraussichtlich, wenn auch gegebenenfalls im späteren Verlauf des Sommers (frühestens August) in milderer Form, zumindest bis in den Herbst anhalten.“

Der Kreis Soest habe mit seinem 7-Tage-Inzidenzwert am 30. März unmittelbar vor der Schwelle der „Notbremse“ mit rasant und nachhaltig steigender Tendenz gestanden. Zudem entwickelten sich die Inzidenzwerte des Einzugsbereiches des Möhnesees für Tagesausflügler „noch sehr viel ungünstiger mit steigender Tendenz. Es sind keinerlei Anzeichen für ein Abflauen des Infektionsgeschehens ersichtlich, vielmehr ist weiterhin mit exponentiellem Wachstum zu rechnen.“ Soweit weitergehende Maßnahmen auch in diesen Gebieten angeordnet werden, verstärke sich jeweils der Besucherdruck auf den Möhnesee, der mit stetig wärmer werdendem Wetter weiter anwachse. Und in der Tat: Die Inzidenzen steigen.

Angesichts der aktuellen „unsicheren Lage hinsichtlich Urlaubsreisen im Sommer (frühestens ab August) kann nicht damit gerechnet werden, dass Urlaubsreisen den hiesigen Besucherdruck signifikant entlasten“, ist die Verwaltungschefin überzeugt.

Vor diesem Hintergrund sei die „verstärkte Überwachung der Einhaltung der Schutzmaßnahmen geboten, um sowohl die einheimische Bevölkerung als auch die Besucher zur Regeleinhaltung anzuhalten und damit vor Infektionsrisiken durch Regelverletzer zu schützen. Es muss unbedingt vermieden werden, dass der Möhnesee durch erheblichen Besucherandrang und Regelverletzungen Einzelner zu einem Infektionshotspot wird.“

Bürgermeisterin macht Tempo: Sitzung am 15. April

Daraus ergibt sich für Maria Moritz, „dass ein weiteres Zuwarten bis zum nächsten Sitzungstermin des Hauptausschusses am 6. Mai 2021, insbesondere aufgrund des sich darstellenden exponentiell ansteigenden Infektionsgeschehens, nicht opportun ist.“ Nur bei einer Entscheidung im Rahmen der Ratssitzung bestehe noch die Möglichkeit, zumindest noch in die Lage zu kommen, rechtzeitig tätig zu werden.

Aufgrund des kürzlich abgeschlossenen Bewerbungsverfahrens für die vakante 0,5-Stelle des Ordnungsdienstes wären aktuell auch geeignete Bewerber vorhanden und an einer zeitlich befristeten Beschäftigung interessiert, sodass eine Umsetzung gegebenenfalls kurzfristig erfolgen könnte. Die Stellen sollen befristet werden bis zum 31. Oktober 2021.

Die Ratssitzung ist am Donnerstag, 15. April, um 17.30 Uhr in der Schützenhalle Günne.

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