Parteien bringen sich und Kandidaten in Stellung

Bürgermeister-Wahl: Jetzt sind es schon fünf Kandidaten

Möhnesees SPD-Chef Harald Beckers (links) und die Teilnehmer der SPD-Versammlung präsentieren sich am Freitagabend auf der Wiese an der Stockumer Schützenhalle mit dem parteilosen Bürgermeister-Kandidaten Florian Kamp (Fünfter von rechts).
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Möhnesees SPD-Chef Harald Beckers (links) und die Teilnehmer der SPD-Versammlung präsentieren sich am Freitagabend auf der Wiese an der Stockumer Schützenhalle mit dem parteilosen Bürgermeister-Kandidaten Florian Kamp (Fünfter von rechts).

Aus drei mach fünf: Seit dem Wochenende gibt es fünf Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Möhnesee. Der Wahlkampf nimmer langsam Fahrt auf.

Möhnesee - Der grüne Ratsherr Uwe Beißner (60) steigt ein ins Rennen um die Nachfolge von Hans Dicke als Bürgermeister. Gleiches gilt für Pascal Peters von der AfD, dem aber noch die offizielle Nominierung der Partei fehlt. 

Beißner ist kommt aus Körbecke, ist Architekt und Mabeg-Geschäftsführer. Zudem ist  er seit 2004 in Ratsausschüssen tätig, seit 2016 Mitglied des Gemeinderates und seit Samstag offizieller Kandidat. Bislang bewerben sich offiziell Noch-BG-Ratsfrau Maria Moritz (unabhängig), Birgit Honsel (CDU) und der parteilose Florian Kamp (unterstützt durch SPD und FDP). 

Uwe Beißner

Beißner zu seinen Zielen: „Neben der Weiterverfolgung unserer bekannten grünen Ziele geht es mir um eine Neustrukturierung der Verwaltung, um Basisdemokratie, um den Tourismus und natürlich um die Themenfelder Verkehr und Umwelt.“ 

Pascal Peters

Der 42-jährige AfD-Kandidat Peter soll am 17. Juli nominiert werden. Peter ist Fachmann für mikroelektronische Systeme und Netzwerke, seit 2017 technischer Mitarbeiter für den Soester AfD-Bundestagsabgeordneten Berengar Elsner von Gronow. „Ich stehe für eine bessere Ausstattung der Schulen, wenn es um Fragen der Digitalisierung geht“, so umreißt er sein Hauptziel. Und: „Wir haben die aktuelle Diskussion um Lärm und Verkehr aufmerksam verfolgt. Ich befürworte mehr Kontrollen anstelle von pauschalen Fahrverboten: Man muss die schwarzen Schafe herauspicken und aus dem Verkehr ziehen, das dürfte hilfreicher sein.“ Zur Kommunalwahl tritt die AfD in Möhnesee in sieben Wahlbezirken mit Direktkandidaten an, auf der Reserveliste stehen fünf Bewerber.

Florian Kamp

Konkrete Forderungen stellt die Möhnesee-SPD vor der Kommunalwahl: Weg von „Nullachtfuffzehn-Projekten“, hin zu einer echten Weiterentwicklung der Gemeinde! Und auf den Chefsessel im Rathaus gehöre jemand mit Verwaltungserfahrung, jemand, der mehr wolle als nur die Ratssitzungen zu leiten. Vor allem solle es jemand ohne Stallgeruch sein, jemand von außen. Mit diesen Vorhaben stellt sich die Partei einstimmig hinter den parteilosen Florian Kamp. Der 45-jährige Regierungsangestellte beim NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz ist seit Freitagabend auch formell zum SPD-Kandidaten gewählt – zudem hat er wie berichtet die Unterstützung der FDP. „Ich kann Krise – und das ist wichtig in Zeiten einer Pandemie und mit Blick auf eine zweite Welle. Ich habe beim Landesamt in einer Stabsstelle das Krisenmanagement mit aufgebaut, ich war international tätig, ich weiß, wovon ich rede“, sagt Kemp. Tenor der Versammlung: Dieser Kandidat ist ein Fachmann mit Erfahrung, so einen braucht man als Bürgermeister – da reichen die Mitbewerber nicht heran.

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