Start ins neue Jahr bei Wind und Wetter

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Möhnesee – Grau und kalt und nass und windig – bei dem Wetter schickt man doch keinen Hund vor die Türe! „O doch!“, sagt Dieter Renneberg aus Bottrop. Seine treuen Vierbeiner hat er dick eingepackt: Mix-Dame Lissy (10) hat eine dicke braune Decke um bekommen, Lucky, total verschmuster Podenco-Galgo-Mischling, schmückt sich mit gleich zwei Vlies-Decken im Gladbach-Schick, passend zu Herrchens sportlichem Ausgeh-Dress mit der markanten Raute in Schwarz und Weiß auf grünem Grund. 

Halb zwölf ist es am Neujahrstag, und Dieter Rennebaum biegt mit den Hunden von der Fußgängerbrücke ab auf die Uferpromenade.  Zeit für ein Bild und ein paar Sätze für die Zeitung? „Aber klar doch“, sagt der Mann aus dem Pott. Lucky und Lissy schließen sofort Freundschaft mit der Kamera. „Habe ich über den Tierschutz aus Spanien, die beiden“, erzählt Dieter Rennebaum: „Die sind so glücklich, dass sie jetzt ein richtiges Zuhause haben, da macht ihnen kein Wetter was aus. Es hilft ja sowieso nichts: Bewegung muss sein, also geht es ab vor die Tür.“ 

Ganz angenehm finde er den Neujahrstag, sagt Rennebaum: „Schön ruhig, man kann den Spaziergang genießen. Wir wohnen über den Jahreswechsel drüben am Südufer im Forsthaus. Tolles Gasthaus, absolut tierlieb, guter Service, alles top. So kann man’s aushalten!“ Wen er so getroffen habe bislang? „Wenn, dann nur Leute mit Hunden“, lacht Rennebaum: „Die wollen alle mal raus…“. Gut, und dann treffe man so noch den einen oder anderen mit Regenschirm, und kaum schaue wirklich glücklich drein bei diesem Wetter.

 Warum er am See Silvester feiere? Rennebaum: „Meine Frau und ich, wir kommen schon länger hierher. Ich kenne den See ja schon von früher, aus der Schule. War doch bei Ihnen auch so, dass jede Schulklasse mal an den Möhnesee fuhr, oder?“ Ihm habe die Gegend hier schon immer gefallen, die Leute sowieso: „Sind entspannt, und nett, kann man gut mit klarkommen!“ 

Der Jahreswechsel am See, er sei besonders für die Hunde total entspannend und stressfrei. Rennebaum: „Bei uns in Bottrop, da sind die ja verrückt. Die fangen mittags schon an mit der Böllerei. Hier am See haben wir nicht so einen Krach, und das genießen wir alle…“. Was ist mit guten Vorsätzen fürs neue Jahr? „Ach, hör‘ mir auf“, sagt Rennebaum: „Wir haben uns das abgewöhnt. Sind wir mal ehrlich: Hält sich doch eh keiner dran, und die Dinge sind, wie sie sind, auch wenn da jetzt an einem Tag Silvester dran steht und am nächsten Neujahr. Eigentlich ändert sich doch nichts – oder? Hauptsache ist, man bleibt gesund und den Tieren geht’s gut!“ Was er den Menschen am See wünsche? „Einen tollen Sommer! Die leben doch hier alle vom Tourismus, oder…? So, wir müssen denn mal: Frohes Neues Jahr alle zusammen!“

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