Kampfmittelräumdienst: Keine Gefahr

Große Seeminen im Möhnesee geborgen - doch es gibt Entwarnung

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[Update 18.20 Uhr] Möhnesee - Mehrere Stunden verbrachte die Freiwillige Feuerwehr Möhnesee am Donnerstagabend und am Freitag damit, am Möhnesee aus dem Bereich der Katzenbucht zwischen Delecke und Günne Wasser abzupumpen. Der Grund: Bombenverdacht.

Nachdem ein Spaziergänger einen verdächtigen Körper im Wasser entdeckt und gemeldet hatte, arbeiteten 35 Einsatzkräfte daran, den vermutlichen Sprengkörper von Schlamm zu befreien. Ob es sich dabei tatsächlich um zwei Minen handelte oder nur um Anker, die zu den Steganlagen gehörten, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar.

„Vorsichtshalber haben wir alle nötigen Maßnahmen getroffen“, berichtete Bürgermeister Hans Dicke auf Nachfrage. Nach Ankunft des Kampfmittelräumdienstes wurde festgestellt, dass es sich tatsächlich um Seeminen handelte. Von den beiden kugelrunden Bomben ging jedoch keine Bedrohung aus, da sie keine Zünder mehr besaßen. „Es bestand die ganze Zeit über keinerlei Gefahr für die dort lebenden Menschen“, betonte Peter Wirth vom Ordnungsamt Möhnesee.

Seeminenfund im Möhnesee

Bei den Seeminen handelt es sich um zwei Exemplare aus dem Zweiten Weltkrieg, die dazu dienten, angreifende Kampfflugzeuge durch eine Druckwelle und der dadurch entstehenden Wasserfontäne abzuwehren. Mittlerweile wurden die Minen mit Hilfe eines Treckers, den der Ruhrverband bereitstellte, geborgen und ins Depot des Kampfmittelräumdienstes gebracht.

Die große Multimediastory zur Möhnekatastrophe vor 75 Jahren

In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrfach Verdachtsfälle zu möglichen Bombenfunden:

Vermeintlicher Kampfmittel-Fund am Möhne-Ufer: Entwarnung!

Sprengstoff-Funde am Möhnesee? Bezirksregierung warnt Schatzsucher

Bisher konnte in allen Fällen Entwarnung gegeben werden.

Niedrigwasser am Möhnesee

Leserfotos vom Niedrigwasser am Möhnesee Teil 1

Von Hannah Richter

Quelle: wa.de

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