Überraschung nach 150 Jahren:

Biber ist zurück am Möhnesee

Der erste Biber ist zurück an der Möhne - Foto Christoph Grüner, Wald und Holz NRW
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Der erste Biber ist zurück an der Möhne.

Das Warten hat ein Ende: Der Biber ist zurück in der Gemeinde. Die Forstleute haben ihn am Möhnesee gesichtet.

Möhnesee - Die Spuren , so Michael Blaschke vom Landesbetrieb Wald und Holz, hätten sich länger verdichtete, am Ostersonntag war es dann soweit: am Gewässersystem der Möhne im Staatswald wurde nach über 150 Jahren ein Biber gesichtet. Wo genau, das ließ Blaschke am Dienstag unbeantwortet.

Vermutlich von der Ruhr kommend, so Michael Blaschke weiter, scheint sich der Biber entlang der Möhnezuflüsse auszubreiten. Die Bäche der Möhne im Staatswald hätten eine gute Ausgangslage und könnten auch langfristig ein Biberlebensraum sein. Zumal der Biber wie keine andere Art seinen Lebensraum durch den Bau von Dämmen selbst gestaltet.

Biber am Möhnesee: Streng geschützte Art

„Wir begrüßen die Zuwanderung des Bibers in den Staatswald und alle positiven Effekte durch ihn auf den Wasserhaushalt im Wald und die Biodiversität am Gewässer“, freut sich Förster Christoph Grüner vom Regionalforstamt Arnsberger Wald. Denn dort, wo der Biber vorkommt, da fließen Bäche wieder natürlich und der Wasserrückhalt wird gefördert. Außerdem reinigen seine Dämme das Wasser und es werden viele Lebensräume für andere Tierarten geschafften.

Als streng geschützte Art und sogenannte Anhang IV Art der FFH-Richtlinie, ist er als Tier selbst und auch sein direkter Lebensraum besonders streng geschützt. Der vegetarische Wasserbauer mit den charakteristischen Fraßspuren, bewegt sich dabei nur in einem schmalen Band entlang des Gewässers. Von diesem Raum entlang der Gewässer profitieren neben dem Biber, viele Fische, Amphibien, Libellen sowie die Wasserqualität und der Hochwasserschutz und somit am Ende auch der Mensch.

Biber an der Möhne: 1877 wurde das letzte Tier erlegt

Im Jahr 1877 wurde der letzte Biber in Westfalen an der Möhne erlegt. Kurz zuvor der letzte in im Rheinland. Danach galten die Biber in NRW als für viele Jahrzehnte aus ausgerottet. Es ist also mehr als an der Zeit, dass der Biber in den Gewässern vor Ort wieder heimisch wird.

Bereits vor gut 40 Jahren, zwischen 1981 und 1990 wurden zwölf Biber im Hürtgenwald in der Eifel angesiedelt. Wenig später, ab 2002 startete ein weiterer Versuch mit zwei Gruppen von je zwölf Bibern rechts- und linksrheinisch bei Wesel. Seit 1995 wandern auch Biber aus unserem Nachbarland den Niederlanden ein, wo sie ebenfalls an verschiedenen Stellen wieder angesiedelt wurden.

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