Bestattung unter Bäumen

Viele Fällungen am Möhnesee - Folgen für den Friedwald?

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Einen „Platz im Friedwald“ haben Interessierte offensichtlich weiter sicher.

Möhnesee – Borkenkäfer, Trockenheit, Stürme: Was diese und andere „Widersacher“ in den Fichtenbeständen im Arnsberger Wald angerichtet haben, ist nicht zu übersehen. Große Flächen sind bereits gerodet, weitere werden folgen.

Schon bald, so die Schätzungen von Fachleuten, wird die Zeit von Fichten rund um den Möhnesee vorbei sein. Was aber bedeutet das großflächige Fällen für den kleinen Wald mittendrin im Wald, der eigentlich „für die Ewigkeit“ gedacht ist – den Friedwald? 

Müssen Angehörige von Verstorbenen, die dort ihre letzte Ruhe gefunden haben, befürchten, dass diese Ruhe bald von schwerem Gerät und Kahlschlag beendet werden könnte? „Ganz sicher nicht“, versichert Förster Arne Heck, der für die Wälder des Ruhrverbandes zuständig ist, und damit auch für die Fläche, auf der der Friedwald liegt. 

Zwar sei es absehbar, dass auch die Fichtenbestände, die sich im Möhnetal im Eigentum des Ruhrverbandes befinden, die massiven Schädigungen vor allem durch den Borkenkäfer nicht überdauern würden, der Friedwald bestehe aber zum allergrößten Teil aus Eichen oder Hainbuchen – Laubbäumen, die der Borkenkäfer verschmäht. Allenfalls vereinzelt, so Heck, sei auch einmal eine Fichte darunter. Der Grund: „Eichen und Buchen sind einfach beliebtere Bäume in Deutschland als Fichten.“ 

Erweiterung wohl vom Tisch

 Größere Bestände der Nadelbäume gebe es lediglich auf Erweiterungsflächen, die ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt als mögliche Alternativen für eine Vergrößerung des Friedwaldes gedacht gewesen seien. Angesichts der Entwicklungen dürften diese Überlegungen aber Geschichte sein.

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