Mehr Kontrollen

Rat beschließt Paket gegen Lärm

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Die Politik will einen Kreisverkehr am Stockumer Damm.

Um zu einer Veränderung der Verkehrssituation rund um den Möhnesee zu kommen, hat der Rat der Gemeinde jetzt ein Paket auf den Weg gebracht. Es hat vier Teile.

Möhnesee - Erstens soll die Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung ein Gutachten ausarbeiten. Studenten werden sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Lage am See auseinandersetzen und Lösungen vorschlagen. Ihnen sollen die zahlreichen Gutachten und Zählungen zugrunde liegen, die in den vergangenen Jahren gesammelt wurden. Konkrete Gespräche mit der FH habe es bereits gegeben. 

Zweitens besteht der Rat auf den Bau eines Kreisverkehrs in Stockum/Kreuzung Stockumer Damm. Zwar hat Bürgermeister Hans Dicke längst an den zuständigen Träger, Straßen-NRW, geschrieben und das Anliegen zuletzt vor einem Jahr erneut dort in Erinnerung gebracht. Passiert ist allerdings nichts – wobei es die Mitglieder der Fraktionen nicht belassen wollen. 

Dilemma

Drittens soll es einen runden Tisch mit Vertretern der unterschiedlichen „Besitzer“ der Straßen geben. Als da sind: Gemeinde, Kreis und Straßen NRW (Land). Dort soll es unter anderem um genannten Kreisel gehen – und darum zu erfahren, was die Beteiligten bereit wären mitzutragen. Es gehört zum Dilemma beim Thema Verkehrslärm, dass die Gemeinde, die darunter zu leiden hat, nur bedingt Herr des Verfahrens ist. Zudem gehört zur Wahrheit, dass es sich die Gemeinde auch nicht erlauben kann und will, Gäste nachhaltig zu vergrätzen – zum Beispiel mit Fahrverboten oder gesperrten Straßen, die im Zweifel auch noch umgangen werden könnten.

Viertens soll es bei den zuletzt verstärkten Geschwindigkeits- und Motorüberwachungen durch die Polizei bleiben, die es seit Mai dieses Jahres verstärkt gibt. Auch wenn Anwohner bei einem Ortstermin bereits bemängelt hatten, dass die Messungen an den falschen Orten und zu falschen Zeiten erfolgt seien. Für die geforderte „Ahndung von Verstößen gegen die Zulassungsverordnung“ – also unzulässiges Frisieren der Maschine – braucht es aber Expertenwissen, das für die Polizei nicht immer greifbar ist.

Skepsis

 Alle Ratsmitglieder waren sich nicht nur in den genannten Punkten einig. Sie einte auch eine gewisse Skepsis, die Boris Cramer (FDP) und Gerhard Bruschke (SPD) formulierten: Zu lange, nämlich mehr als 40 Jahre, gebe es das Problem und die Debatte darüber. Und nun solle ein Ende und eine Lösung in Sicht sein? Maria Moritz (BG): „Wir müssen alle möglichen Maßnahmen ergreifen und werden das auch tun. Schließlich ist nicht nur das Coronavirus gesundheitsrelevant, sondern auch Lärm.“ Die Verwaltung informiert über den Fortgang.

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