Aufrüstung bei der Ausrüstung

Feuerwehr stellt sich auf Waldbrandsaison ein

Möhnesee – Das Jahr 2018 stellte die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen. Kaum ein Woche verging im Arnsberger Wald ohne Brandalarm. In diesem Jahr könnte sich diese Entwicklung noch verschärfen, weil der Boden noch trockener ist als im letzten Frühjahr.

„Das Thema Waldbrand steht bei der Einsatzvorbereitung auf Nummer 1“, sagt Kreisbrandmeister Thomas Wienecke. Der kreisweite Feuerwehr-Arbeitskreis Technik hat sich intensiv mit der neuen Lage beschäftigt. Nach einer Klausurtagung in einigen Wochen wollen sich die Feuerwehren auf eine gemeinsame Linie einigen und damit in die politischen Gremien gehen. Wienecke drängt auf ein zügiges Handeln, wenn es um die Beschaffung geht: „Der Waldbrand wartet nicht darauf, dass haushaltstechnisch alles seinen langen Weg gegangen ist“, mahnt Wienecke. 

Klar ist schon jetzt: Es fehlen geeignete geländegängige Fahrzeuge und passende persönliche Ausrüstungen der Einsatzkräfte. „Was wir derzeit haben, ist auf Innenbrände ausgelegt und nicht für Einsätze im Wald bei Außentemperaturen von 30 Grad“, so Wienecke. Für die Einsatzkräfte sind Waldbrände aus verschiedenen Gründen eine Einsatzart mit besonders hohen Anforderungen: Das heiße Wetter, die Hitze des Feuers, die Belastung durch die Schutzausrüstung und das unwegsame Gelände bewirken eine hohe körperliche Belastung. Die Feuerwehr Möhnesee handelt pragmatisch. „Wenn es möglich ist, gibt es Marscherleichterung“, sagt der stellvertretende Wehrführer Christoph Rademacher. Wichtig seien auch Pausen. 

Bei Großereignissen ist zudem eine kommunenübergreifende Zusammenarbeit gefordert. So agierten am 8. August August bei mehreren Bränden zwischen Breitenbruch (Arnsberg) und Neuhaus (Möhnesee) die Einsatzkräfte Hand in Hand. „Aufgrund der bestehenden Gefahr von unentdeckten Brandstellen haben sich die Einsatzleitungen der beiden Gemeinden abgestimmt, somit konnte ein Polizeihubschrauber alle betroffenen Waldflächen abfliegen, zusätzlich wurden freie Personal- und Löschwasserkapazitäten von der Feuerwehr Möhnesee und der Feuerwehr Soest bereitgestellt“, heißt es zu dem Einsatz auf der Homepage der Feuerwehr Arnsberg. Rademacher: „Das klappt in der Tat gut. Allerdings haben wir es mit zwei verschiedenen Leitstellen zu tun. Das erschwert die Kommunikation.“ 

Die Feuerwehr Möhnesee ist beim Thema Waldbrand besonders stark gefordert. In keiner anderen Gemeinde des Kreises Soest gibt es eine größere zusammenhängende Waldfläche als hier. Rademacher erklärt: „Spezielle Vorbereitungen für Waldbrände haben wir nicht, da wir immer einsatzbereit sein müssen. Wir haben unsere Technik auf die Topografie um den Möhnesee abgestimmt.“ So gibt es bereits seit längerem Löschfahrzeuge mit Allradantrieb sowie extra lange Schlauchverbindungen. 

Um mit der Entwicklung Schritt halten zu können, muss davon nach Ansicht des Kreisbrandmeisters noch sehr viel mehr her. Möglichst schnell.

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