Ehefrau bei Wanderung verunglückt

Aufwändige Personensuche im Wald: Feuerwehr Möhnesee steht vor großer Herausforderung

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Die Einsatzkräfte mussten den Einsatzort zu Fuß erreichen.

Möhnesee - Die Feuerwehr Möhnesee suchte am Dienstagnachmittag nach einer schwer verletzten Person im Arnsberger Wald. Bei der Suche standen sowohl die Einsatzkräfte als auch der Anrufer, der den Notruf tätigte, vor einer großen Herausforderung.

Gegen 14.35 Uhr war der Notruf in der Soester Rettungsleitstelle eingegangen: Ein Ehepaar war auf einem Wanderweg südlich des Parkplatzes Kreuzeiche unterwegs. Die Frau stürzte und zog sich dabei so erhebliche Verletzungen zu, dass sie nicht mehr laufen konnte.

Mann will Hilfe rufen - doch er hat keinen Empfang

Ihr Mann versuchte umgehend Hilfe zu holen, doch stand dabei zunächst vor einem Problem: Er hatte keinen Handyempfang. So musste er zunächst nach einer Stelle mit Netzversorgung suchen. Als er das endlich geschafft hatte, wählte er den Notruf und konnte dem Disponenten in der Rettungsleitstelle dabei glücklicherweise eine gute Ortsangabe liefern: "Er konnte den Wanderweg benennen und wusste, dass er und seine Frau sich südlich des Parkplatzes Kreuzeiche befinden", erklärte Franz-Wilhelm Kroll. Er hatte die Leitung über den Einsatz der Feuerwehr Möhnesee, die zur Personensuche alarmiert worden war. 

Dreieinhalb schweißtreibende Kilometer

Der Löschzug Körbecke rückte mit zwei Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften an. Bevor diese die Verletzte jedoch versorgen und den Mann betreuen konnten, standen sie vor einer schweißtreibenden Herausforderung: Mit der Erste Hilfe-Ausrüstung mussten sie rund dreieinhalb Kilometer zu Fuß gehen, da das Waldstück, in dem sich das Ehepaar befand, zu unwegsam für das große Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und den Einsatzleitwagen der Feuerwehr war.

"Das war sehr zeitraubend", betonte Einsatzleiter Kroll. Zeitgleich mit dem Auffinden des Ehepaares und der Erstversorgung der verletzten Frau wurde der Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises zur Unfallstelle navigiert: Dieser wurde von Oeventrop aus von Feuerwehrleuten geführt. Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte dabei von einem Forstarbeiter, der auf den Einsatz aufmerksam geworden war und seinen Bulli, der auf den schmalen Waldwegen Platz hatte, zur Verfügung stellte.

Der Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises wurde ins Boot geholt, da die Unfallstelle von HSK-Seite aus über Schotter- und Asphaltwege deutlich besser zu erreichen war. Die Frau kam letztlich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. 

Bereits vor anderthalb Wochen hatte es am Möhnesee eine große Personensuche gegeben (wir berichteten). Im und um den Seepark herum waren mehrere Blutspuren gefunden worden. 

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