Aufbrüche am Möhnesee

Rentner (69) steht als Autoknacker vor Gericht

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Gericht (Symbolfoto)

Die Autoknacker waren schwer aktiv Mitte Dezember. Laut Polizeibericht schlugen sie innerhalb von vier Tagen dreimal in Soest und viermal am Möhnesee zu. In zwei dieser Fälle ermittelten die Behörden einen 69-jährigen Rentner aus Hagen als vermeintlichen Täter.

Möhnesee - Vor dem Soester Amtsgericht wurde ihm nun vorgeworfen, am 13. Dezember bei zwei auf dem Parkplatz „Zum Arnsberger Wald“ abgestellten Fahrzeugen die Scheiben eingeschlagen zu haben.

Aus dem Wagen einer Jägerin soll er neben ihrem Jagdschein und ihrer Waffenbesitzkarte ihr Smartphone im Wert von 400 Euro und ihre Handtasche, aus dem eines weiteren Jägers eine Geldbörse samt Ausweisen, 230 Euro in bar und EC-Karte gestohlen und damit an einem Möhneseer Automaten 725 Euro abgehoben haben.

Kamera-Bilder nicht hilfreich

Die Bilder der Überwachungskamera waren unscharf und im Gegenlicht aufgenommen – nicht wirklich hilfreich. Außerdem konnte der Jäger unter der sichergestellten Beute seine Geldbörse nicht entdecken. Und der Angeklagte wies die Vorwürfe komplett von sich. Einmal im Monat fahre er zwar an einen der diversen Stauseen zum Spazierengehen. Dass er sich an jenem Freitag also tatsächlich am Möhnesee aufgehalten habe, wollte er als einziges nicht ausschließen.

Der Vertrag mit einem Autovermieter wies nach, dass er an jenem Tag einen Skoda gemietet und ihn am folgenden Tag zurückgegeben habe. Seiner Verteidigerin zufolge sei die Staatsanwaltschaft nur deshalb auf ihren Mandanten gestoßen, weil er 2015 in ähnlichen Fällen tatverdächtig war, ebenfalls am Möhnesee, doch damals habe er die Taten gar nicht verüben könne. Da nämlich habe der mehrfach vorbestrafte Hagener in Haft gesessen.

Da die Beweisaufnahme nicht abgeschlossen werden konnte, musste die Verhandlung unterbrochen werden, sie wird im Dezember fortgesetzt.

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