"Brrrrrr"...

Baden in der sieben Grad kalten Möhne

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Organisator Steven Patzke (rechts) genoss das Bad im kalten Möhnesee. Die DLRG passte auf die mutigen Teilnehmer auf.

Möhnesee - Rund 30 Mutige wagten am Sonntag den Sprung in die sieben Grad kalte Möhne. Zwar spielte das Wetter beim Anbaden an der Gaststätte „Sabe Mente“ nicht mit – es regnete ununterbrochen – aber Spaß hatten die Teilnehmer trotzdem.

„Zu kalt“, stammelte der 12-jährige Niklas, als er die Treppenstufen vom See auf allen Vieren hoch krabbelte. Er gehörte gemeinsam mit Lars, neun Jahre, zu den Jüngsten, die es mit den niedrigen Wassertemperaturen aufnehmen wollten. Während Niklas es bei einem kurzen Sprung in den See beließ, schwamm Lars über die Hälfte der Strecke, ehe auch er wieder ans Ufer kletterte. „Im letzten Jahr war es mir zu kalt, da bin ich sofort wieder rausgekommen. Heute will ich bis zum Ende mitschwimmen“, hatte er im zuvor verkündet.

"Anschwimmen" am Möhnesee

Organisiert worden war das Anbaden zum zweiten Mal von Steven Patzke, der selber auch den Sprung in den See wagte. „Leider hat das Wetter nicht mitgespielt, aber nass wurden wir sowieso alle.“ Patzke kletterte als einer der letzten aus dem See. 200 Meter lang war die Strecke zwischen „Sabe Mente“ und der Anlegestelle an der Sperrmauer, den die mutigen Teilnehmer zurücklegten. „Das Wasser war genauso kalt wie im verganenen Jahr. Den Unterschied merkt man gar nicht“, sagte Patzke zitternd, als er sich auf den Weg zurück in die warme Umkleidkabine machte.

Damit die Muskulatur mit dem Sprung ins Wasser nicht sofort auskühlte, stand für die Teilnehmer zuvor ein gemeinsames Warmmachen auf dem Programm. Es wurde gehüpft, marschiert und getanzt. Als das Blut endlich in Wallung war, ging es in den See. Während es einige eher gemächlich angingen, stürzten sich andere todesmutig in die seichten Wellen. Die Strecke bis zum Anleger schafften aber längst nicht alle. 

Auch Frank Borsutzki, Kevin Kluge und Ralf Hannack waren zuvor noch euphorisch:. „Wir sind kaltes Wasser gewohnt. Als Sportgruppe nehmen wir gemeinsam an Hindernisläufen teil. Wir sind alle ein Stück weit verrückt“, sagte Frank Borsutzki. Als das Trio sein Bad beendet hatte, war der Respekt vor dem See groß. „Die Hände waren am schlimmsten, die spüre ich gar nicht mehr“, sagte Kevin Kluge. „Aber jetzt fühlt man sich richtig gut“, fügte Frank Borsutzki an.

Vom Neoprenanzug, über Badehose bis hin zum Teufel-Kostüm – die Badekleidung war durchaus unterschiedlich. Patzke will im nächsten Jahr weitermachen: „Das Anbaden macht Alt und Jung gleichermaßen Spaß. Auf den Nordseeinseln ist es eine große Sache. Nächstes Jahr will ich auch mit mindestens 100 Leuten in den See springen.“

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