Listen übergeben

200 Unterzeichner kämpfen um Kegelbahnen im Haus des Gastes

Unterschriftenlisten für Erhalt von Kegelbahnen
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Kegelwirt Ralf Leupers (links) und Hans Jungmann von der Keglertruppe „Die Alten Säcke“ überreichten Unterschriftenlisten an Bürgermeisterin Maria Moritz: Die Kegelbahnen im Haus des Gastes sollen für alle Generationen weiterhin erhalten bleiben.

Fast 200 Personen haben in den vergangenen beiden Jahren unterschrieben. Sie wollen, dass die Kegelbahnen im Haus des Gastes (HdG) erhalten bleiben. Und das hat Bürgermeisterin Maria Moritz nun schriftlich von 22 Clubs und Gruppen, die sich dort immer „Gut Holz!“ wünschen – und von allen weiteren Unterstützern.

Körbecke – Der Körbecker Hans Jungmann von der Kegeltruppe „Gossen-Allee“ und Kegelwirt Ralf Leupers überreichten jetzt die Unterschriftenlisten vor dem Rathaus.

Im Ton sind alle längst versöhnlicher als noch im Sommer 2019: Drei der vier Kegelbahnen im HdG sind entgegen den Befürchtungen immer noch in Betrieb – eine Bahn bleibt allerdings stillgelegt. „Neue Brandschutzbestimmungen, es geht nicht anders“, so hat man es den Kegelgruppen erklärt.

Das sind nun die Aussichten: Bleiben die Corona-Zahlen niedrig, darf ab dem Herbst wieder gekegelt werden, und bis dahin soll auch eine Lösung gefunden sein, dass auch ein Thekenbetrieb wieder möglich ist. „Wir arbeiten daran“, bestätigte Maria Moritz.

„Wir bedanken uns ausdrücklich, dass man auf uns gehört hat, dass die Bahnen immer noch da sind und hoffentlich auch bleiben“, sagten Jungmann und Leupers bei der Übergabe der Protestunterschriften – durch Corona hatten sich die Sammlung der Unterschriften und die anschließende Übergabe enorm verzögert.

„Finger weg von den Kegelbahnen, denn sie sind einer der letzten Orte, wo die Leute sich noch treffen können, und solche Treffpunkte sind der soziale Kitt für eine Gesellschaft“, so hatten Jungmann und seine Mitstreiter ihren Weckruf an Verwaltung und Politik begründet: Der Beginn umfangreicher Baumaßnahmen in Körbeckes ehemaligem Begegnungszentrum, der Weg fort vom propagierten „Haus der Generationen“ hatte die Hobbytruppen alarmiert: „Die werden uns doch nicht am Ende noch die Kegelbahnen wegreißen und dort auch noch einen Gruppenraum für den Kindergarten oder etwas in der Art einrichten?“, so fragten die Kegler damals kritisch. Der Bürgermeister reagierte einsilbig: „Gerüchteküche!“

Jungmann und Leupers unterstrichen jetzt in ihrem Gespräch mit Bürgermeisterin Maria Moritz noch einmal deutlich: „Die Kegelbahnen im HdG bilden als soziale Klammer einen der letzten Orte in Möhnesee, wo alle Altersgruppen sich treffen können – von den Kindern, die hier auf den Bahnen gerne in großer Runde Geburtstag feiern, bis hin zu den Senioren: Eine flotte Kugel zu schieben, ein bisschen Klönschnack dabei und unter dem Strich ganz viel Spaß und Geselligkeit – was bitte kann denn schöner sein? Das mögen bitte alle in Politik und Verwaltung bedenken, wann immer sie über die Zukunft des HdG reden.“

Und jeder möge bitte berücksichtigen: Mit nur zwei oder nur einer einzigen Kegelbahn, da sei der reibungslose Betrieb für 22 Clubs und Gruppen und für weitere Geselligkeiten nicht zu machen.

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