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Schwerer Unfall auf der B475: Auto kollidiert mit Lkw - Fahrer (35) in Lebensgefahr

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Von: Daniel Schröder

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Das Auto wurde bei der Kollision komplett zerstört.
Das Auto wurde bei der Kollision komplett zerstört. © Schlunz/Feuerwehr Lippetal

Schwerer Unfall am Donnerstagnachmittag in Lippetal. Die B475 war über Stunden voll gesperrt.

Update vom Freitag, 10.20 Uhr: Auch die Polizei hat Informationen zum schweren Unfall auf der B475 mitgeteilt. Demnach schwebt der Fahrer, der in seinem Autowrack eingeklemmt worden war, in Lebensgefahr. Der 35-jährige Mann aus Ahlen befuhr laut Angaben von Polizeisprecher Holger Rehbock mit seinem 60-jährigen Beifahrer aus Warendorf die B475 aus Richtung der A2 kommend in Richtung Lippborg.

„Im Verlauf der Fahrt geriet er nach Zeugenaussagen mit seinem Wagen teilweise über die Mittellinie in den Gegenverkehr und prallte frontal mit dem Lastkraftwagen eines 23-jährigen Niederländers zusammen“, schilderte Rehbock. Obwohl der Lkw-Fahrer noch versucht hatte, per Hupe und Lichtzeichen auf die Gefahrensituation aufmerksam zu machen, konnte der Zusammenstoß trotz eines Ausweichmanövers nicht mehr verhindert werden.

Unfall am Donnerstag auf der B475 bei Lippborg.
Unfall am Donnerstag auf der B475 bei Lippborg. © Schlunz/Feuerwehr Lippetal

„Durch den Aufprall erlitt der 35-Jährige nach ersten Einschätzungen lebensgefährliche Verletzungen. Sein Beifahrer wurde schwer verletzt. Nach medizinischer Erstversorgung vor Ort wurden beide Insassen des Autos in Krankenhäuser gebracht.“

Auf der B475 kollidierten am Donnerstagnachmittag ein Pkw und ein Silozug.
Auf der B475 kollidierten am Donnerstagnachmittag ein Pkw und ein Silozug. © Schlunz/Feuerwehr Lippetal

Bei dem Pkw-Fahrer ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft eine Blutprobe an und ließ den Wagen sicherstellen. Das EG-Kontrollgerät des Lastkraftwagens wurde ausgelesen. Das EG-Kontrollgerät ist ein Tachometer, das die Lenk- und Ruhezeiten, die Lenkzeitunterbrechungen, die gefahrenen Kilometer und die gefahrene Geschwindigkeit eines Lkw erfasst. Ob gegebenenfalls internistische Gründe für den Verkehrsunfall vorliegen könnten, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf 77.000 Euro.

Update vom Freitag, 0.30 Uhr: Es gibt erste Erkenntnisse zum Unfallhergang: Demnach kam am Donnerstagnachmittag gegen 16.30 Uhr ein in Richtung Lippborg fahrendes Pkw-Anhänger-Gespann auf der B475 nach links in den Gegenverkehr. Dort stieß der mit zwei Personen besetzte SUV mit einem mit Kalk beladenen Sattelzug aus den Niederlanden zusammen. Der Pkw wurde daraufhin in den Graben geschleudert. Die Ursache für den Kontrollverlust des Autofahrers ist noch unklar. „Der Pkw-Fahrer wurde bei dem Zusammenstoß massiv in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der Beifahrer des Pkw sowie der Lkw-Fahrer konnten die Fahrzeuge selbstständig verlassen“, berichtete Feuerwehrsprecher Marc Schlunz.

Schlunz weiter: „Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde umgehend mit der technischen Rettung des eingeklemmten Fahrers in Absprache mit dem Rettungsdienst begonnen. Die Verformungen des Fahrzeuges im Bereich des Fahrers waren so stark, dass sich die schonende Rettung sehr aufwendig gestaltete. Da der mit circa 500 Litern Diesel gefüllte Tank des Lkw bei dem Zusammenstoß leckgeschlagen ist, wurde der Tank durch die Einsatzkräfte in Ersatzbehälter umgepumpt.“

Zudem stellten die Kräfte der Feuerwehr den Brandschutz an der Einsatzstelle sicher, sicherten die Unfallstelle ab und leuchteten diese für die Rettungs- und Bergungsarbeiten und auch für die Unfallaufnahme der Polizei aus. Gleichzeitig bereiteten die Einsatzkräfte eine Landemöglichkeit für einen angeforderten Rettungshubschrauber vor. Dieser konnte aber aufgrund der Dunkelheit nicht mehr Richtung Lippborg starten. 

Der Autofahrer erlitt nach ersten Erkenntnissen schwerste Verletzungen. Der Beifahrer wurde entgegen erster Einschätzungen schwer verletzt, der LKW-Fahrer blieb unverletzt. Neben diesen Patienten wurden auch die Ersthelfer von den Einsatzkräften betreut. Die Straße war in dem Bereich für die gesamte Einsatzdauer voll gesperrt.

Update vom Donnerstag, 11. November, 22 Uhr: Seit kurz vor 22 Uhr ist der Einsatz für die Feuerwehr nach fünfeinhalb Stunden beendet. Das berichtete Feuerwehr-Sprecher Marc Schlunz gegenüber unserer Redaktion. Der Abschleppdienst ist noch mit Restarbeiten beschäftigt. Innerhalb der nächsten Stunde ist mit einer Aufhebung der Sperrung zu rechnen.

Lippborg - Auf der B475 hat sich westlich von Lippborg - zwischen dem Ortsteil und dem Mühlenweg - ein schwerer Unfall ereignet. Nach ersten Erkenntnissen kollidierten auf der Bundesstraße gegen 16.30 Uhr ein Auto und ein Lkw.

Drei Personen waren nach ersten Informationen an dem Unfall beteiligt. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Marc Schlunz wurde der Fahrer des Autos „massivst“ in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der Fahrer habe schwerste Verletzungen erlitten. Für den Transport in eine Spezialklinik wurde zunächst ein Rettungshubschrauber angefordert. Der konnte aufgrund der Dunkelheit allerdings nicht mehr Richtung Lippetal starten.

Schwerer Unfall auf B475: Feuerwehr befreit Fahrer mit schwerem Gerät

Deshalb wurde der Fahrer, nachdem die Feuerwehr ihn mit schwerem hydraulischen Gerät befreit hatte, per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Eine Person auf dem Beifahrersitz des Pkw sei leicht verletzt worden, der Fahrer des Lkw blieb körperlich unverletzt.

Der Silozug aus den Niederlanden, der nach ersten Informationen Kalk geladen hatte, verschaffte der Feuerwehr zusätzliche Arbeit: Wie Marc Schlunz berichtete, sei der mit rund 500 Litern Diesel befüllte Tank der Zugmaschine bei dem Unfall beschädigt worden.

Die Straße ist in beide Richtungen voll gesperrt. Unklar ist noch, wie lange die Sperrung andauern wird. Da die Polizei eine äußerst penible Unfallaufnahme betreiben wird, ist jedoch damit zu rechnen, dass sich Autofahrer bis in den späten Abend eine Umleitung suchen müssen.

Wir berichten weiter.

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