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Frontal-Kollision: Mann, Frau und Baby verletzt - großer Rettungseinsatz

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Von: Daniel Schröder

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Die beiden Fahrzeuge kollidierten frontal miteinander.
Die beiden Fahrzeuge kollidierten frontal miteinander. © Feuerwehr Lippetal/Schlunz

Auf der Dolberger Straße ereignete sich am Freitagabend ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Mann, eine Frau und ein Baby wurden dabei verletzt.

Lippborg - Um 18.55 Uhr wurden die freiwilligen Kräfte der Feuerwehr Lippetal am Freitagabend zur Dolberger Straße gerufen. Dort waren wenige Momente zuvor zwei Fahrzeuge frontal miteinander kolldiert.

Der Hergang: Nach ersten Erkenntnissen geriet der Fahrer ein Opel Corsa auf der Dolberger Straße zwischen Lippborg und der A2-Anschlussstelle Hamm-Uentrop nach links in den Gegenverkehr. In diesem Moment kam ihm auf der Gegenfahrbahn ein VW Caddy entgegen, in dem eine Frau und ihr Baby saßen. Um eine Frontal-Kollision beider Fahrzeuge zu verhindern, wich die Frau geistesgegenwärtig nach links aus, doch der Fahrer des Opels zog ebenso das Lenkrad herum, fuhr wieder nach rechts - die Autos krachten frontal ineinander. In der Folge geriet der Corsa in den Straßengraben, kam dort zum Stillstand.

Die Folgen: „Die erste Meldung, dass noch Personen im Fahrzeug einklemmt sind, bestätigte sich bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zum Glück nicht“, berichtete Feuerwehrsprecher Marc Schlunz. Nach ersten Erkenntnissen der Einsatzkräfte wurden der Fahrer des Opel Corsa sowie die Fahrerin des VW Caddy schwer verletzt. Das Baby erlitt nach aktuellem Kenntnisstand leichtere Verletzungen. Alle drei kamen in umliegende Krankenhäuser.

Der Corsa landete im Straßengraben.
Der Corsa landete im Straßengraben. © Feuerwehr Lippetal/Schlunz

Die Arbeit der Einsatzkräfte: Hauptaufgabe für die Feuerwehr lag zunächst darin, den Rettungsdienst bei der Patienten-schonenden Rettung des Corsa-Fahrers zu unterstützen. Ebenso wurden die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes bei der Versorgung der Verletzten unterstützt. Unter dem Alarmstichwort „Massenanfall von Verletzten“ war neben der Feuerwehr auch der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot vor Ort.

Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle großflächig aus.
Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle großflächig aus. © Feuerwehr Lippetal/Schlunz

Neben zwei Rettungswagen, einem Notarzt, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und dem Leitenden Notarzt aus dem Kreis Soest waren auch die Feuerwehr Beckum mit einem Notarzteinsatzfahrzeug und die Feuerwehr Ahlen mit einem Rettungswagen vor Ort. Der Rettungswagen aus Ahlen war durch Zufall ersteintreffend am Unglücksort: „Ein zufällig an der Einsatzstelle vorbeikommender Rettungswagen der Feuerwehr Ahlen übernahm bis zum Eintreffen von Feuerwehr und weiteren Rettungsmitteln die Versorgung der Patienten an der Einsatzstelle“, schilderte Marc Schlunz.

Gleichzeitig zur Rettungsdienst-Unterstützung wurde seitens der Feuerwehr der Brandschutz an der Einsatzstelle sichergestellt, auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen, die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet und weiträumig abgesperrt. „Im Anschluss der Maßnahmen und nach Räumung der Einsatzstelle wurde diese noch für die Unfallaufnahme der Polizei ausgeleuchtet“, so Schlunz.

Der Einsatz für die Feuerwehr Lippetal, die mit den Löschzügen Lippborg, Herzfeld und Oestinghausen und acht Fahrzeugen vor Ort war, dauerte rund zweieinhalb Stunden bis 21.30 Uhr. Die Polizei nimmt Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 02921/91000 entgegen.

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