Baugleiches Windrad stillgelegt

Lippetaler Windrad: Flügel bricht ab und stürzt in die Tiefe

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Bei einem Windrad in Schoneberg ist ein Rotorblatt abgebrochen. Der Kreis hat die Anlage vorerst stillgelelgt, bis ein Gutachter die Ursache für den Defekt herausgefunden hat 

Schoneberg – An einem Windrad, das im Feld südöstlich von Nordwald steht, ist einer der drei Flügel abgebrochen und zu Boden gefallen. Der Kreis Soest hat das Windrad und die Anlage baugleichen Typs in direkter Nachbarschaft am Freitag stillgelegt.

Bereits am Donnerstag hat der Kreis von der defekten Anlage, die einige hundert Meter entfernet von der Straße Am Rott steht, erfahren. Zuständig für die Anlage ist beim Kreis die Abteilung Bauen, Wohnen und Immissionsschutz.

 „Die beiden Windkraftanlagen sind im Jahr 2001 genehmigt worden, jetzt also 18 Jahre alt“, berichtet Wilhelm Müschenborn, Sprecher der Kreisbehörde. „Der Sachgebietsleiter, der in Lippetal wohnt, hat die defekte Anlage selbst gesehen, als er am Donnerstag in der Nähe spazieren ging“, erzählt Müschenborn. Das Areal wurde abgesperrt und Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen, dass das Betreten vorübergehend verboten ist. Jetzt muss der Betreiber, ein Lippetaler Landwirt, einen Gutachter über die defekte Anlage schauen lassen, der untersucht, warum das Rotorblatt abgebrochen ist. 

 Wenn der Immissionsschutz die Genehmigung zur Inbetriebnahme der Windkraftanlage erteilt, verpflichtet sich der Betreiber automatisch, die Anlage alle zwei Jahre von einem Gutachter untersuchen zu lassen. Die Kreisverwaltung hat den Bau der Anlage genehmigt, da die Gemeinde Lippetal keine eigene Baubehörde besitzt. „Der Hersteller hat bereits bestätigt, dass eine regelmäßige Überprüfung der Anlage im Zwei-Jahresturnus erfolgt ist“, so Müschenborn. 

Müssen jetzt alle Windkraftanlagen des Typs und Baujahrs im Kreis überprüft werden? „Vermutlich nicht, dazu müssen wir aber zuerst das Gutachten abwarten“, sagt Müschenborn. Vor einigen Jahren war ein Rotorblatt einer Anlage in Möhnesee abgefallen. Müschenborn: „Die Anlage hatte ganz klar einen technischen Defekt.

 Der Drehzahlbegrenzer war ausgefallen und das Rotorblatt drehte sich immer schneller, bis es abfiel. Das war anlagenspezifisch, deshalb wurden damals alle Windräder diesen Typs überprüft.“ Die Lippetaler Windkraftanlage werde erst wieder freigegeben, wenn der Gutachter sie überprüft hat.

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