Familie Vernhold freut sich über Edelpilze

Hündin "Cara" hat sie entdeckt: In Heintrop wachsen jetzt Trüffeln

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Trüffelanbau in Lippetal  das funktioniert. Heinrich Vernhold freut asich über den Fund. 

Heintrop – Familie Vernhold strahlt, denn sie machte jetzt eine leckere Entdeckung. Beim Mulchen in der Bio-Trüffel-Plantage zwischen Eichen- Buchen- und Haselnuss-Stämmchen zeigte Lagotto-Romagnolo-Hündin „Cara“ plötzlich einen Fund an. Weil sie so schnupperte und scharrte, wurden Hannah und Heinrich Vernhold aufmerksam.

Als sie am Boden nachschauten, erfüllte sich eine lang ersehnte Erwartung. Die erste Trüffel auf eigenem Boden war gefunden. Es handelt sich um eine Sommertrüffel, einen Pilz mit dem besonderen kräftig würzigen Geschmack dieser seltenen Delikatesse. 

Weitere Trüffeln wurden beim genauen Hinsehen an Eichen in der Nähe entdeckt, insgesamt 50 Gramm wurden so aufgespürt. Diese werden als Andenken konserviert. Mit dem Fund durch den Hund zeigte sich auch, dass das Training der drei Familienhunde erfolgreich war. 

Mit gekauften Trüffeln hatten Silke, Heinrich und Tochter Hannah Cara und ihre tierischen Gefährtinnen Donna, auch ein Lagotto Romagnolo, und Flocke, den Golden Doodle, schon seit einiger Zeit auf den Geruch und damit das Erschnüffeln der Trüffeln trainiert. Ab sofort scheint sich das bezahlt zu machen. 

„Dieser Fund kommt für die Jahreszeit sehr früh“, erklärt Heinrich Vernhold, die richtige Zeit für die Ernte der Sommertrüffeln liegt eher im Juni. Dann wird die Plantage auch regelmässig abgesucht.

Jedenfalls hat man jetzt, rund acht Jahre nach Anlegen der Trüffelkulturen 2012 und 2013 den Beweis, dass der Trüffelanbau in Lippetal funktionieren kann. Wegen der Vermarktung brauchen sich die Lippetaler wohl keine Sorgen zu machen. 

Nach vorherigen Berichten im Anzeiger und auch im TV hatten sich schon etliche Küchenchefs und Feinschmecker gemeldet, die gerne Trüffeln abnehmen möchten. Dass die erste Ernte jetzt im Juni ansteht, wo die Restaurants nach Corona erstmal wieder geöffnet sind, kommt den Vernholds da gut gelegen.

Ob es aber schon für eine gute Ernte reicht, muss man jetzt abwarten. Es winkt aber ein Kilo-Preis von bis zu 400 Euro. Dabei muss man berücksichtigen, dass fürs Essen eine geringe Menge Trüffel ausreicht, um den besonderen Geschmack an die Speisen zu bringen. Zuviel Trüffel ist wegen der Intensität auch nicht zu empfehlen. Klein, aber fein, so soll es sein. Nähere Infos finden sie unter www.trueffel-kultur.de. 

Der Idee, Trüffeln anzubauen, folgte vor rund zehn Jahren eine Bodenuntersuchung im geplanten Anbaugebiet. Experten aus Freiburg im Breisgau wurden zu Rate gezogen. Als alles passte, wurden hunderte von kleinen Bäumen mit den Trüffelsporen geimpft. 

Die Stämme mussten mit weißen Schutzhüllen vor Wildverbiss geschützt werden, so waren die Plantagen ein auffälliges Bild zwischen Weizen, Gersten und Maisfeldern in Lippetal. Das gesamte Areal wurde eingezäunt. 

Bei der Bearbeitung des Bodens werden die Plantagen regelmäßig gemulcht und belüftet, um das passende Substrat für die Pilze und ihr Mycel zu schaffen. Das wärmere Klima in unseren Breiten fördert vermutlich das Wachstum der Trüffeln, die im übrigen, nicht nur in Südeuropa, sondern gelegentlich auch im Norden bis hin nach Skandinavien vorkommen.

Informationen Informationen und Kontakt: info@vernhold.de

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