Lippborger laden ein

Treffpunkt im Dorf: Neuer Verein plant Gemeinschaftshaus

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Sie gründeten den Verein (vorne von links): Birgit Kühne, Marita Steinhoff und Beate Belmann, (hintere Reihe von links) Peter Wilmers, Franz-Josef Steinhoff, Heinz-Werner Schäper und Franz Westhues. Im Hintergrund: die frühere Gaststätte Hagedorn, die der Verein als Dorfgemeinschafts-Haus nutzen möchte.

Lippborg – Wo möchte der neue Verein in genau einem Jahr sein? „Dort“, lautet die Antwort der sieben Gründungsmitglieder wie aus einem Mund, und alle zeigen auf die ehemalige Gaststätte Hagedorn.

Sie setzen sich dafür ein, das zentral gelegene Lokal gegenüber der katholischen Kirche aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Ihr Anliegen: ein Dorfgemeinschafts-Haus zu schaffen und damit einen Treffpunkt für ganz Lippborg.

Ideen gibt’s reichlich, um das Haus wieder mit Leben zu füllen. So könnten Vereine dort tagen sowie alle, denen an einem aktiven Dorfleben gelegen ist und die Interesse an einem sozialen Mittelpunkt als Begegnungs- und Kommunikationsstätte haben. „Wir brauchen so einen Ort“, sagen die Männer und Frauen, die auch schon einen Vorstand gewählt haben: Beate Belmann ist die Vorsitzende, Franz Westhues der Stellvertreter.

Wunsch an Politik herangetragen

Wichtig ist allen, viele Einwohner einzubeziehen, die sich für die Heimatpflege, die Jugend- und Altenhilfe sowie Kunst und Kultur engagieren. Positive Signale stimmen den jungen Verein optimistisch: Er hat bereits seinen Wunsch an die Politik herantragen, im Rat den Kauf des Gebäudes durch die Gemeinde zu befürworten und Fördergelder zu beantragen. Vertreter aller Parteien sehen den Bedarf, hieß es jetzt bei der Gründungsversammlung. 

Die Renovierung möchten die Mitglieder dann in eigener Initiative bewerkstelligen. Beate Belmann betont: „Wir möchten alle Lippborger animieren, mit anzufassen. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und erhöht die Wertschätzung.“ 

Schon wer draußen im Hof sitzt, bekommt eine gute Vorstellung, wie sich das Objekt an der Hauptstraße für die Zwecke der Dorfgemeinschaft nutzen lässt. Früher einmal herrschte rege Betriebsamkeit in den Räumen mit Schankstube und Saal. Lippborger erzählen auch von der Bäckerei und vom Tante-Emma-Laden, in dem die Kunden noch persönlich bedient wurden. Hatten sie beim Einkaufen mal ein Teil vergessen, kein Problem, bei Hagedorn gab’s alles, was auf die Schnelle gebraucht wurde. Vor knapp 20 Jahre schlossen sich die Pforten. 

Gerade ist der Bescheid über die Gemeinnützigkeit eingetroffen, eine Nachricht, die den Verein freut, denn er ist auf seinem Weg, das „Wir-Gefühl“ in Lippborg zu fördern, wieder ein gutes Stück vorangekommen. „Wir wollen miteinander, nicht übereinander reden“, heben die Gründer hervor und ermuntern die Einwohner, sich anzuschließen, somit die Chance zu nutzen, mitzuwirken, gern auch eigene Vorschläge zu unterbreiten. „Jeder kann sich einbringen, und dazu beitragen, das Projekt zu entwickeln“, lautet ihre Botschaft. Sie möchten ein Zeichen setzen: „In Lippborg passiert was!“ Schön wäre es, meinen sie, wenn viele mitmachen, um ein Haus zu schaffen, das für Lippborg steht und von vielen getragen wird.

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